Themenwelt

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken

Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten werden in den Roten Listen mehr als 30.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellt Expertinnen und Experten vor.

Eigene Themenwelt-Seiten informieren außerdem über gesetzliche Schutzmaßnahmen sowie Taxonomie-Hilfen und Datenportale - nützliche Instrumente für das Sammeln und Auswerten von Beobachtungsdaten.

Verschollener Meeres-Hundertfüßer an der Nordseeküste entdeckt

Auf der Suche nach dem Meeres-Hunderfüßer – Ein Themenspecial

Dem Bodentier-Experten Dr. Hans Reip gelangen jetzt an mehreren Orten in Schleswig-Holstein Nachweise des Meeres-Hundertfüßers Strigamia maritima, der in Deutschland lange als verschollen galt. Bei seiner Suche erhielt er unerwartet Hilfe von „Nachwuchswissenschaftlern“ – der erste Fund gelang einem kleinen Jungen!

mehr erfahren

Ein seltenes Juwel im Weinberg

Die Westliche Smaragdeidechse – Ein Artenportrait

Bei einem Spaziergang im Süden Deutschlands kann man mit etwas Glück der Westlichen Smaragdeidechse begegnen. Auch wenn sie zu den seltensten Reptilien Deutschlands zählt, ist sie wegen ihrer Größe und Färbung gut kenntlich.

mehr erfahren

Ein Räuber im Badesee

Der Hecht – Ein Artenportrait

Es gehört in der Tat etwas Mut dazu, in einem See zu schwimmen. Die Angst vor der dunklen Unterwasserwelt sitzt bei einigen Menschen tief. Sie fürchten, dass sie aus der Tiefe des Gewässers von einem Fisch attackiert werden könnten. Als Albtraum der Schwimmenden gilt neben dem Wels (Silurus glanis), der eine Länge von über 2 Metern erreichen kann, vor allem der Hecht (Esox lucius). Bisse von Hechten kommen vor, sie sind jedoch extrem seltene Ereignisse

mehr erfahren

Warum Amphibien und Reptilien oft in einem Atemzug genannt werden und was das mit den Roten Listen zu tun hat

Ein Interview mit Dr. Ulrich Schulte, Koordinator der neuen Roten Liste der Amphibien und Reptilien Deutschlands

Dr. Ulrich Schulte verrät im Interview, wie die Roten Listen entstanden und auf welche Arten wir in Deutschlands besonders achtgeben müssen. Der Koordinator der Roten Listen berichtet über sein Engagement im Naturschutz, zeigt dem Nachwuchs interessante Forschungsgebiete auf und rät Gartenbesitzern: Mehr Mut zur Unordnung!

mehr erfahren

Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter

Blog: 1. Exkursionstag, Freitag 2. Juli 2021

Im Blog berichtet Exkursionsteilnehmer Jeremy Strätling ab heute jeden Tag von der Suche nach einem verschollenen Schmetterling, dem Loreley-Dickkopffalter. Der Falter, benannt nach dem Wahrzeichen des Mittelrheins, ist laut Rote Liste vom Aussterben bedroht.

mehr erfahren

Alte Heilpflanze mit teuflischer Vergangenheit

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss – Ein Artenportrait

Mysteriöse Zeichen? Unerklärliche Dinge? Im Mittelalter hatte da oft der Teufel seine Hand im Spiel. Glaube und Aberglaube waren im Alltag so gegenwärtig und deutungsmächtig wie heutzutage Nachrichten und Social Media. In damaliger Zeit erhielt der „Teufelsabbiss“ seinen Namen. Früher wurde er als heilkräftige Pflanze hoch geschätzt, heutzutage gehen seine Bestände zurück – er steht auf der Vorwarnliste. Als Bioindikator weist er auf naturnahe Standorte hin.

mehr erfahren

Bergzikaden verbreiten Urlaubsfeeling

Die Bergzikaden – Ein Artenportrait

Bergzikaden bringen auch bei uns mediterranes Flair auf manchen Südhang. Diese Singzikaden sind zwar leiser als ihre subtropischen Verwandten, ihre Gesänge lohnen aber ein genaues Hinhören: Die Arten lassen sich nämlich am ehesten anhand ihrer charakteristischen Strophen unterscheiden. Für die drei bisher in Deutschland nachgewiesenen Bergzikaden verzeichnet die Rote Liste eine „Gefährdung unbekannten Ausmaßes“.

mehr erfahren

Alpen-Wollafter: Erster Fund von ausgewachsenen Faltern in Deutschland

Auf der Suche nach dem Alpen-Wollafter – Ein Themenspecial

Von der verlorenen geglaubten Art wurden im Allgäu bisher vereinzelt Raupen gefunden, einen geschlüpften Falter hatte hier noch niemand gesehen. Der Schmetterling ist in der Roten Liste Deutschlands als „ausgestorben oder verschollen“ verzeichnet.

mehr erfahren

Ziemlich beste Freundinnen: Mütter und Töchter der Vierbindigen Furchenbiene

Die Vierbindige Furchenbiene – Ein Artenportrait

Während die Weibchen der meisten heimischen Wildbienen sterben, bevor ihre Nachkommen erwachsen sind, sind Furchenbienen recht langlebig und man kann sie während des gesamten Sommerhalbjahres beobachten. Da die jungen Töchter zudem noch über Wochen immer wieder ins mütterliche Nest zurückkehren können, gibt es bei dieser Art nicht selten regelrechte „Mutter-Töchter-WGs“.

mehr erfahren

Lebende Fossilien in Auen und staunassen Wäldern: Im Frühjahr erwachen die Urzeitkrebse

Der Frühjahrs-Feenkrebs – Ein Artenportrait

Sie leben seit hunderten Millionen Jahren auf der Erde und haben sich seither kaum verändert: Die Urzeitkrebse gehören zu den ältesten Tierarten der Welt. Mit dem Frühjahrshochwasser an naturbelassenen Flüssen erwachen sie zu neuem Leben – für durchziehende Vögel ein willkommener Snack. Der zu den Urzeitkrebsen gehörende Frühjahrs-Feenkrebs ist im Norden Deutschlands noch häufig zu finden, im Süden jedoch eine ausgesprochene Rarität.

mehr erfahren

1.062 Tiere untersucht: Myriapoden-Fachleute finden sehr seltenen Hundertfüßer

Sammelexkursion und Nachwuchsförderung – Ein Themenspecial

Im UNESCO-Biossphärenreservat Schorfheide-Chorin wurden 18 dort bisher nicht bekannte Arten von Doppel- und Hundertfüßern gefunden, darunter der laut Rote Liste in Deutschland sehr seltene Hundertfüßer Geophilus carpophagus. In Brandenburg war bisher nur ein Vorkommen dieses Bodenbewohners bekannt. Mit der Sammelexkursion wurden Wissenslücken geschlossen und der wissenschaftliche Nachwuchs an die Erforschung der Bodentiere herangeführt.

mehr erfahren

Eine der seltensten Pflanzen Deutschlands ist ein Ahorn

Tag des Baumes – Ein Themenspecial

Der 25. April jeden Jahres ist in Deutschland der „Tag des Baumes“. Aus diesem Anlass stellen wir die fünf in Deutschland ursprünglichen Ahorn-Arten vor, darunter eine der seltensten Pflanzenarten Deutschlands. Übrigens: Bereits beim ersten deutschen Tag des Baumes, am 25. April 1952, pflanzte Bundespräsident Theodor Heuss im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

mehr erfahren

Wussten Sie, dass es in Deutschland wilde Narzissen gibt?

Die Gelbe Narzisse - Ein Artenportrait

Sie blühen in vielen Vorgärten Osterglocken lassen nicht vermuten, dass ihre wilde Verwandten gefährdet sind: Der zierlichen Gelben Narzisse, Mutter vieler Osterglocken, ging es in der freien Natur seit den 1970er Jahren immer schlechter. Mit Hilfe von Stiftungen und Naturschutzorganisationen gelang jedoch eine Wende zum Besseren. Die wildwachsende Gelbe Narzisse ist in der Roten Liste jedoch weiterhin als „gefährdet“ eingestuft.

mehr erfahren

Der Wurm, der einen Edelstein im Namen trägt

Der Smaragdwurm: Ein Artenportrait

Dieser Alpenbewohner ist ein echtes Original: Unter seinen erdfarbenen Verwandten gilt der Smaragdwurm geradezu als bunter Hund. Wie andere Regenwürmer produziert auch er wertvollen Humus – er lebt aber nicht im Mineralboden, sondern in der Streuschicht aus Laub und moderndem Totholz. In Deutschland kommt der Smaragdwurm nur in den bayerischen Alpen vor, er ist in die Rote-Liste-Kategorie „Extrem selten“ eingestuft.

mehr erfahren

Von der Ansitzwarte in den Kescher

Auf der Suche nach Raubfliegen: Ein Themenspecial

Für einige extrem seltene Arten ist unklar, ob die in der Vergangenheit in Deutschland beobachteten Tiere unbeständige Gäste oder Vertreter einheimischer Populationen waren. Gezielte Nachsuchen an früheren Beobachtungsorten sollen dazu beitragen, diese Frage zu beantworten.

mehr erfahren

Ein Ex-Helgoländer auf Stippvisite

Der Papageitaucher: Ein Artenportrait

Ein großer bunter Schnabel, ein melancholisch wirkender Blick, leuchtend rote Füße und ein watschelnder Gang machen den Papageitaucher zu einem echten Sympathieträger. Der „Clown unter den Seevögeln“ ist der Roten Liste Deutschlands zwar als „ausgestorben“ verzeichnet, dennoch werden alljährlich einzelne Vögel in den deutschen Küstengewässern gesichtet.

mehr erfahren

Sternbilder auf dem Waldboden

Der Gewimperte Erdstern: Ein Artenportrait

Wer Sterne sehen will, richtet normalerweise den Blick zum Himmel. Pilzkundige wissen, dass es Sterne auch am Boden von Wäldern und Magerrasen gibt. Wer aufmerksam schaut, kann im Herbst ganze „Sternbilder“ des Gewimperten Erdsterns (Geastrum fimbriatum) entdecken.

mehr erfahren

Verschollene Art wiederentdeckt

Auf der Suche nach der Wald-Schnirkelschnecke: Ein Themenspecial

Gute Nachrichten: Es gibt sie in Deutschland noch, die Wald-Schnirkelschnecke. Seit 1954 konnte sie nicht mehr nachgewiesen werden, aber 2020 gelang einer Mollusken-Spezialistin ein Lebendnachweis am Hochrhein.

mehr erfahren

Vom Mäusefänger zum Säugetierspezialisten

Ein Interview mit Holger Meinig, Erstautor der neuen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands

„Maus ist nicht gleich Maus“, ist Holger Meinig schon als Junge aufgefallen, als er auf Futtersuche für verletzte Eulen ging. Heute ist der Zoologe einer der führenden Säugetier-Experten Deutschlands und Erstautor der neuen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands. Im Interview berichtet er über seinen persönlichen Werdegang, clevere Mäuse und wie man auch mit kleinen Aktionen viel für den Naturschutz erreichen kann.

mehr erfahren

Ein grauer Dorfbewohner mit langen Ohren

Das Graue Langohr: Ein Artenportrait

Beim Namen „Graues Langohr“ zuerst an einen Esel zu denken, wäre naheliegend. Aber hier geht es nicht um die alternative Bezeichnung für ein Huftier – das Graue Langohr (Plecotus austriacus) ist der ganz offizielle Name einer heimischen Fledermausart. Doch anders als sein vierbeiniger Namensvetter ist diese Fledermaus „Vom Aussterben bedroht“

mehr erfahren

Zähneknirschen statt Gesang

Die Alpine Gebirgsschrecke: Ein Artenportrait

Wer sie finden will, muss genau hinschauen und meist hoch hinaus: obwohl quietschend grün mit gelben Beinen, ist sie trotzdem gut getarnt. Vielleicht hört man stattdessen ihr „Zähneknirschen“ in über 1.000 m Höhe – oder im Schwarzwald. Die deutschen Bestände der Art haben in den letzten Jahrzehnten abgenommen. Die ohnehin seltene Alpine Gebirgsschrecke wird deshalb in der Kategorie „Vorwarnliste“ geführt.

mehr erfahren

Verantwortung für den heimlichen Wappenvogel

Der Rotmilan: Ein Artenportrait

„Wenn der Milan sein Nest baut, pass auf die Wäsche auf!“, schrieb schon William Shakespeare in „The Winter's Tale". Rotmilane lebten früher mitten in London und wurden als Abfallverwerter geschätzt. Die Kehrseite: Sie ließen für den Nestbau schon mal ein Unterhemd mitgehen. Mehr als die Hälfte des weltweiten Rotmilan-Bestands lebt in Deutschland.

mehr erfahren

Wölfe unter den Wirbellosen

Der Trommelwolf: Ein Artenportrait

Wer im Wald leise Trommelwirbel hört, vermutet nicht, dass ein winziger „Wolf“ dahinter steckt: Der nur 5-6 mm große Trommelwolf, eine Spinnenart, wirbt damit zur Balzzeit um Partner. Die mit dem Hinterleib auf trockenem Laub erzeugten Geräusche sind auch für das menschliche Ohr deutlich zu hören.

mehr erfahren

Metallic-Look ohne Farbe

Der Blauschillernde Feuerfalter: Ein Artenportrait

Der Blau- und Violettschiller der Feuerfalter ist einzigartig auf der Welt – keine andere Schmetterlingsgruppe besitzt solche Farben. Dabei ist der metallisch wirkende Schiller gar keine echte Farbe, denn er wird durch Lichtbrechung erzeugt. Dafür verblasst er auch nicht.

mehr erfahren

Ohne Blinddarm ist das Leben länger

Der Gartenschläfer: Ein Artenportrait

Wenn die kleine Schlafmaus mit der auffälligen schwarzen Kopfmaske erst im späten Frühjahr wieder erwacht, hat das etwas mit ihrem Speiseplan zu tun – und dass ihr ein Stück Darm fehlt. Rätselhaft ist, warum das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers während der letzten 50 Jahre dramatisch geschrumpft ist.

mehr erfahren

Weinbegleiter mit subtropischer Verwandtschaft

Die Osterluzei und der Osterluzeifalter: Ein Artenportrait

Was haben die alte Heilpflanze und der bei uns ausgestorbene Schmetterling mit Ostern zu tun?

mehr erfahren

Nektar-Tankstelle für Furchen- und Mauerbienen

Die Gewöhnliche Küchenschelle: Ein Artenportrait

Mit den Kühen hat die Pflanze nichts zu tun und mit der Küche schon gar nicht. Der rätselhafte Name hat einen ganz anderen Ursprung.

mehr erfahren

Nomade in einer zerschnittenen Welt

Der Iltis: Ein Artenportrait

Gefährliche Mahlzeiten an der Autobahn: In einigen Regionen konzentrieren sich Iltisvorkommen auf Autobahnböschungen, da nur dort noch nennenswerte Bestände an Mäusen leben ....

mehr erfahren

Vom Verlierer zum Gewinner

Der Trauer-Rosenkäfer: Ein Artenportrait

Der wärmeliebende Trauer-Rosenkäfer ist heutzutage auch im Norden zu Hause. Der kleine Blütenbewohner verschläft den Winter und verliert im Frühjahr seinen "Pelz"....

mehr erfahren

Trojaner im Anmarsch: Was Filzbiene und Kuckuck gemeinsam haben

Die Gemeine Filzbiene: Ein Artenportrait

Ein wahrer Krimi verbirgt sich hinter dem wissenschaftlichen Namen der Filzbiene (Epeolus variegatus) ....

mehr erfahren

Vom Gewinner zum Verlierer

Der Feldhase: Ein Artenportrait

Der Feldhase war einst ein Gewinner der Kulturlandschaft. Meister Lampe profitierte lange von kleinbäuerlichen ländlichen Strukturen....

mehr erfahren