Kontakt und Service

So kontaktieren Sie das Rote-Liste-Zentrum

 Fliegenpilze, Foto: Heinz Buls.

Viele Großpilzarten, wie auch die Fliegenpilze, stehen über ein unterirdisches Austauschnetz in Kontakt mit anderen Lebewesen.

Foto: Heinz Buls

Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen zum Rote-Liste-Zentrum, zur Erstellung der Roten Listen oder zur Website haben.

Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie bereits auf dieser Seite.

Hinweis: Für Informationen zu einzelnen Tier-, Pflanzen- oder Pilzarten möchten wir Sie bitten, unsere Artensuchmaschine zu verwenden. Die Artensuchmaschine bietet Daten aus den bundesweiten Roten Listen der Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands: Gefährdungskategorie, Bestandssituation und Bestandsentwicklung sowie ergänzende Informationen.

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Welche Roten Listen sind in Arbeit oder in der Planung?

Entsprechend des vereinbarten 10-Jahres-Rhythmus steht derzeit die Aktualisierung der Wirbeltier-Listen an. So befindet sich die neue Rote Liste der Säugetiere Deutschland kurz vor der Veröffentlichung, ebenso die Listen der Amphibien und Reptilien (Stand Juli 2020). Für weitere Artengruppen, wie z. B. die Phytoparasitischen Pilze sowie Muscheln und Schnecken des Binnenlandes werden derzeit intensive Vorarbeiten durchgeführt. Ein baldiger Beginn der Überarbeitung ist zudem für die Rote Liste der Heuschrecken sowie der Fische und Rundmäuler der Binnengewässer geplant.

Was bedeutet „Langfristiger Bestandstrend“ in den Rote-Liste-Steckbriefen?

Der Langfristige Bestandstrend ist eins von vier Kriterien, das bei der Gefährdungsanalyse von Arten betrachtet wird. Er beschreibt die Bestandsentwicklung einer Art z. B. während der vergangenen 100 Jahre, es werden also die heutigen Bestandsgrößen mit denen um 1920 verglichen. Die Veränderungen werden in eine mehrstufige Skala (sehr starker Rückgang, starker Rückgang, mäßiger Rückgang, Rückgang im Ausmaß unbekannt, gleich bleibend, deutliche Zunahme) eingeordnet.    
Siehe dazu auch Erstellung und Methodik der Roten Listen.
 
Nicht jede Art, die langfristig einen Rückgang zeigt, ist aber automatisch gefährdet. Wenn sie z. B. trotz eines Rückgangs heute immer noch häufig ist, gilt sie auch aktuell nicht als gefährdet. Ein Beispiel ist der Schwalbenschwanz (Papilio machaon), ein bekannter Tagfalter: Vor 100 Jahren gab es deutlich mehr Schmetterlinge dieser Art als heute. Dennoch gilt die Art als ungefährdet.
 
Der Langfristige Bestandstrend beinhaltet keine Zukunftsprognose.

Warum findet die Artensuchmaschine einige Tiere, Pflanzen, Pilze nicht?

Von den etwa 72.000 bekannten in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind mittlerweile mehr als 30.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht.

Folgende Artengruppen können nicht über die Artensuchmaschine recherchiert werden, da hierfür noch keine aktuellen Roten Listen vom Bundesamt für Naturschutz herausgegeben wurden: Eintagsfliegen, Libellen, Netzflügler, Steinfliegen, Wanzen. Auch die Roten Listen der Käfer (außer Laufkäfer und Wasserkäfer) sind noch nicht veröffentlicht.

Für einige Arten sind in der Artensuchmaschine keine deutschen Namen hinterlegt, sondern nur ihre wissenschaftlichen Namen. Dies betrifft zum Beispiel die Wildbienenarten. Hintergrund: Die Artensuchmaschine spiegelt die Bestandsdaten der aktuellen Roten Listen wider, die sich zumeist auf die wissenschaftlichen Namen der Arten konzentrieren. Mittelfristig soll die Artensuchmaschine um geläufige deutsche Artnamen ergänzt werden.

Auch die Treffergenauigkeit, die Darstellung der wissenschaftlichen Namen und die Darstellung der Suchergebnisse wird weiter optimiert.

Ich möchte an den Roten Listen mitarbeiten – wie ist dies möglich?

Für die Datenerhebung zu den Arten sind vertiefte biologische und ökologische Kenntnisse Grundvoraussetzung. Kartierungsdaten werden vielfach von Mitgliedern regionaler Naturschutzverbände und Fachorganisationen erhoben und gesammelt. Eine aktive Mitarbeit zur Datensammlung bedeutet auch eine Mitarbeit an der Erstellung Roter Listen, wenn diese Daten für Auswertungszwecke den jeweiligen Art-Expertinnen und Art-Experten zur Verfügung stehen. Für die Dateneingabe und Kontaktaufnahme zu Experten können verschiedene Erfassungs-Apps und Datenportale zu Artengruppen (z. B. Schmetterlinge, Netzflügler, Pflanzen, Pilze, ) genutzt werden, mit denen auch eine qualifizierte Überprüfung der Funddaten gegeben ist.

Rote-Liste-Autoren arbeiten oft entweder hauptamtlich oder nebenberuflich im Artenschutz und haben in der Regel langjährige Erfahrung mit der wissenschaftlichen Beobachtung von Arten. Sie zeichnen sich durch fundierte biologisch-ökologische und taxonomische Fachkenntnisse aus, haben zu den betreffenden Arten eigene wissenschaftliche Arbeiten publiziert und sind innerhalb der Expertenszene vernetzt. Zur erstmaligen Kontaktaufnahme wird auf die regionalen Fachorganisationen verwiesen.

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