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Wissenschaftlicher Name
Glaucopsyche alexis (Poda, 1761)
Deutscher Name
Alexis-Bläuling
Organismengruppe
Tagfalter und Widderchen
Rote-Liste-Kategorie
Stark gefährdet
Verantwortlichkeit Deutschlands
Allgemeine Verantwortlichkeit
Aktuelle Bestandssituation
selten
Langfristiger Bestandstrend
starker Rückgang
Kurzfristiger Bestandstrend
mäßige Abnahme
Vorherige Rote-Liste-Kategorie
Gefährdet
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Aktuelle Verschlechterung der Einstufung
Kommentar zur Gefährdung
Bedeutende Bestände von G. alexis befinden sich im Saarland. In Rheinland-Pfalz existieren Vorkommen entlang der Nahe und ihrer Nebenflüsse (Düring 2020). In Baden-Württemberg ist die Art in den Kocher-Jagst-Ebenen im Tauberland weiter verbreitet, allerdings in niedrigen Individuendichten (Sanetra et al. 2015, Güsten et al. 2019). Kleinere Populationen befinden sich am Oberrhein. Die Bestände in Mainfranken (Bayern) sind stabil. Ein deutlicher Rückgang ist auf der Frankenalb zu beobachten (Böck 2024). Die Art ist durch Sukzession und zu intensive Nutzung gefährdet. In Weinbaugebieten wird auch der Einsatz von Pestiziden als Gefährdungsursache angenommen (Meineke 2020, Düring 2022).
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle

Musche, M.; Albrecht, M.; Becker, J.; Bittermann, J.; Blanckenhagen, B. von; Böck, O.; Caspari, A.; Caspari, S.; Dolek, M.; Harpke, A.; Hermann, G.; Joger, H.G.; Kolligs, D.; Lange, A.; Müller, D.; Nunner, A.; Pollrich, S.; Reinelt, T.; Rennwald, E.; Schmitz, O.; Schönborn, C.; Schulze, W.; Schurian, K.; Strätling, R.; Wachlin, V. & Wiemers, M. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter und Widderchen (Lepidoptera: Papilionoidea et Zygaenidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (11): 94 S.