Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Kategorie unverändert
Kommentar zur Gefährdung
Ein Kenntniszuwachs resultiert vor allem aus der feineren Auflösung der Nachweissituation durch Nutzung von Rastern auf Ebene der TK25-Quadranten (Beurteilung der aktuellen Bestandssituation). In der ersten Fassung der Roten Liste führte die Nutzung des gröberen TK25-Rasters möglicherweise zu einer etwas zu hohen Einschätzung der aktuellen Bestände. Auch die Nachjustierung der Grenze zwischen den Kriterienklassen „mäßig häufig“ und „selten“ hat jetzt eine realistischere Klassenzuordnung dieses Kriteriums zur Folge. A. varipes bewohnte wertvolle Sekundärlebensräume wie etwa im Rahmen der Flächenstilllegung der EU-Agrarförderung entstandene großflächige Sandackerbrachen. Im aktuellen Betrachtungszeitraum sind aufgrund veränderter Agrarförderbedingungen diese Sandackerbrachen zu großen Teilen wieder in Nutzung genommen worden, was zu nicht unerheblichen Bestandsverlusten bei dieser an sandgeprägte offene und halboffene Biotoptypen gebundenen Art geführt hat. Auf der anderen Seite profitiert A. varipes von der Klimaerwärmung, weil er auf trockenen Sandböden zunehmend auch bisher nicht besiedelte Biotoptypen für sich erschließen kann, so in Nordostdeutschland u.a. Kiefernforste oder Siedlungsgebiete mit Gärten, Parks, Friedhöfen etc.
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle
Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.
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