Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
Kommentar zur Gefährdung
Keine andere Raubfliegenart weist in Deutschland aktuell ein höheres Aussterberisiko auf als die Große Makelfliege (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer). Obwohl es sich um eine vergleichsweise große und auffällige Art handelt, die auf geringe Entfernung bereits durch Sichtbeobachtung nachgewiesen werden kann, ist derzeit nur ein einziges Vorkommen im Elbsandsteingebirge bekannt (Kästner 2020). Es muss davon ausgegangen werden, dass sie sehr starke Verluste in fast allen ehemals besiedelten Mittelgebirgen erlitten hat. Vermutlich sind diese Rückgänge teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen, denn die Art besiedelt bevorzugt offene bzw. halboffene, feuchte Bereiche in Bachtälern wie z.B. Uferstaudenfluren und Wald-Grünland-Übergangsbereiche mit eher feucht-kühlem Mikroklima. Auffällig ist, dass die Art trotz der intensivierten Erfassung in den deutschen Alpen mithilfe von Malaisefallen-Untersuchungen und im Zuge von Exkursionen aktuell nirgendwo bestätigt werden konnte. Weitere Details im Einstufungsbeispiel (Kap.: siehe Publikation für Kapitelnummer).
Arealrand
Nordwestlich
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle
Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.
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