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Wissenschaftlicher Name
Ceruchus chrysomelinus (Hochenwarth, 1785)
Organismengruppe
Blatthornkäfer
Rote-Liste-Kategorie
Vom Aussterben bedroht
Verantwortlichkeit Deutschlands
Allgemeine Verantwortlichkeit
Aktuelle Bestandssituation
sehr selten
Langfristiger Bestandstrend
starker Rückgang
Kurzfristiger Bestandstrend
Daten ungenügend
Vorherige Rote-Liste-Kategorie
Stark gefährdet
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Aktuelle Verschlechterung der Einstufung
Kommentar zur Taxonomie
Deutscher Name: Rindenschröter.
Kommentar zur Gefährdung
Gefährdung durch Unterbrechen der Habitattradition (Naturnähezeiger ["Urwaldrelikt"] nach Müller et al. 2005 und Eckelt et al. 2017).
Weitere Kommentare
In Deutschland vereinzelt und nicht in allen Bundesländern, lokal und sehr selten, aktuell in Nord-Bayern: Weibersbrunn, Eichhall 2005 (Hofmann mdl. 2019), Rohrbrunn 2009 (Berger mdl. 2019), Süd-Bayern: Isar-Aue südl. München, Schäftlarn 2016 (Fuchs mdl. 2020), Baden: Südschwarzwald, St. Wilhelm 2002, Brenden 2008 (Reibnitz mdl. 2020), Sachsen: Sächsische Schweiz, Kirmitzschtal, Knechtsbachtal, Großer Zschand mehrfach (Lorenz 2006, 2010; Rößner 2012, Lorenz mdl. 2019) und jetzt auch Sachsen-Anhalt: Harz, Bodetal 2018 (Schallwich & Rolke 2018, Schöne mdl. 2019), ältere Funde aus Hannover und der Pfalz (Bleich et al. 2020). Bindung an Totholz (Laub- und Nadelholz, besonders Picea abies).
Quelle

Schaffrath, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 189-266