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Wissenschaftlicher Name
Choerades castellanii (Hradský, 1962)
Deutscher Name
Castellanis Mordfliege
Organismengruppe
Raubfliegen
Rote-Liste-Kategorie
Extrem selten
Verantwortlichkeit Deutschlands
Nicht bewertet
Aktuelle Bestandssituation
extrem selten
Langfristiger Bestandstrend
Daten ungenügend
Kurzfristiger Bestandstrend
Daten ungenügend
Vorherige Rote-Liste-Kategorie
Daten unzureichend
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
Weitere Kommentare
Bisher liegen aus Deutschland nur Nachweise weniger Individuen beiderlei Geschlechts aus dem Bienwald (Rheinland-Pfalz) vor. Der Bienwald liegt unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Auf die Art wird in Europa erst in den letzten Jahren stärker geachtet. Weitere Vorkommen sind bisher aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn bekannt. Unveröffentlichte Nachweise mehrerer Dipterologen deuten darauf hin, dass die Art in der Vergangenheit teilweise mit anderen Choerades-Arten verwechselt worden war. Vermutlich ist sie holomediterran verbreitet und der Bienwald stellt kein stark isoliertes Vorkommen dar. Bei weiteren Erfassungen insbesondere in Nordostfrankreich könnten sich die scheinbar bestehenden Verbreitungslücken schließen lassen. Weitere Nachweise aus Deutschland sind am ehesten aus anderen größeren lichten Laub- oder Mischwäldern im Oberrheinischen Tiefland zu erwarten.
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle

Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.