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Wissenschaftlicher Name
Heptaulacus testudinarius (Fabricius, 1775)
Organismengruppe
Blatthornkäfer
Rote-Liste-Kategorie
Extrem selten
Verantwortlichkeit Deutschlands
Allgemeine Verantwortlichkeit
Aktuelle Bestandssituation
extrem selten
Langfristiger Bestandstrend
Daten ungenügend
Kurzfristiger Bestandstrend
deutliche Zunahme
Vorherige Rote-Liste-Kategorie
Stark gefährdet
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Aktuelle Verbesserung der Einstufung
Kommentar zur Gefährdung
Gefährdung der seit jeher seltenen Art evtl. durch Veränderungen in der landwirtschaftlichen Nutzung bedingt.
Weitere Kommentare
Art des Offenlandes und halboffener Landschaften. Früher in vielen Regionen gefunden, nach 1950 nur noch Pfalz: Mainz, Gustavsburg und Sand 1965 (Niehuis 1987), Westfalen: Bielefeld, Senne 1993 (Renner 2004, 2011), Weser-Ems: Garlstedt und Wulsbüttel 1955 (Horion 1958) und Niederelbe: Höhbeck 1978 (Gürlich et al. 2017). Aktuelle Nachweise aus Sachsen: Rothenburg/Oberlausitz, Neu-Krauscha 2018 (Liebscher 2018), zusammen mit Geotrupes mutator (Marsham, 1802), als dessen möglicher Brutparasit Heptaulacus testudinarius Erwähnung findet (Horion 1958), dann Daubitz und Wossinka 2019 sowie Brandenburg: Jämlitz 2019 (Liebscher mdl. 2020).
Quelle

Schaffrath, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 189-266