Detailseite

Wissenschaftlicher Name
Antiphrisson trifarius (Loew, 1849)
Deutscher Name
Südliche Raubfliege
Organismengruppe
Raubfliegen
Rote-Liste-Kategorie
Ausgestorben oder verschollen
Verantwortlichkeit Deutschlands
Nicht bewertet
Aktuelle Bestandssituation
ausgestorben/verschollen
Letzter Nachweis
1954
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Kategorie unverändert
Kommentar zur Gefährdung
Im Jahr 2011 hat eine Begehung an den beiden bekannten deutschen Fundorten von A. trifarius im Bereich Istein (Isteiner Klotz, Totengrien) und am Tuniberg stattgefunden. Der Tuniberg weist nach der großflächigen Umgestaltung in den 1960er und 1970er Jahren keine geeigneten Lebensräume für diese Art mehr auf. Der Isteiner Klotz ist mittlerweile weitgehend mit Gehölzen bewachsen. Im Totengrien besteht zwar noch ein floristisch gut erhaltener Halbtrockenrasen. Dieser wies zum Zeitpunkt der Begehung allerdings eine überwiegend dicht geschlossene Grasnarbe auf, während größere schüttere, vegetationsarme Flächenanteile fehlten. Die Vorkommen dieser wärmeliebenden Raubfliegenart sind in Deutschland deshalb mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erloschen.
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle

Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.