Berichte und Interviews

Rote-Liste-Arbeit in der Praxis

Eine wesentliche Aufgabe zur Vorbereitung einer Roten Liste ist das Sammeln aller verfügbaren Bestandsinformationen. Relevante Daten kommen z.B. von den Naturschutzbehörden der Länder, den zoologischen, botanischen und mykologischen Fachgesellschaften, den Leitern regionaler Kartierungsprojekte, Naturkundemuseen, Planungsbüros, forschenden Einzelpersonen oder Forschergruppen von Universitäten. Weitere Erkenntnisse ergeben sich durch die Auswertung von Fachveröffentlichungen.

Auch gezielte Nachsuchen können zur Vorbereitung von Roten Listen gehören. Dies ist sinnvoll, wenn es zu ausgewählten Arten seit Jahrzehnten keinerlei aktuelle Daten gibt, wenn unklar ist, ob diese Arten ausgestorben, vom Aussterben bedroht, extrem selten oder stark gefährdet sind.

Mit seinen Themenspecials gibt das Rote-Liste-Zentrum Einblick wie Rote Listen entstehen und stellt Expertinnen und Experten vor.

Übersicht Themenspecials und Interviews
  • Fliegenpilze sind wegen der kontrastreich rot-weißen Hüte unverwechselbar. Foto. Dr. Günter Matzke-Hajek

    Ein mehrfacher Glückspilz

    Der Fliegenpilz ist Pilz des Jahres 2022 – Ein Themenspecial

    Wir stellen den Fliegenpilz zum Jahreswechsel vor, denn auf Neujahrskarten ist er ein Klassiker wie Glücksklee und Schweinchen. Er ist außerdem der „Pilz des Jahres 2022“. Wir verraten außerdem, was es mit dem Glückspilz und seiner Giftwirkung auf sich hat und wie Pilze und Bäume voneinander profitieren.

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  • Verschollener Meeres-Hundertfüßer an der Nordseeküste entdeckt

    Auf der Suche nach dem Meeres-Hunderfüßer – Ein Themenspecial

    Dem Bodentier-Experten Dr. Hans Reip gelangen jetzt an mehreren Orten in Schleswig-Holstein Nachweise des Meeres-Hundertfüßers Strigamia maritima, der in Deutschland lange als verschollen galt. Bei seiner Suche erhielt er unerwartet Hilfe von „Nachwuchswissenschaftlern“ – der erste Fund gelang einem kleinen Jungen!

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  • Zur Beprobung wurde eine Westliche Smaragdeidechse vorsichtig mit einer Schlinge gefangen. Foto: Dr. Ulrich Schulte

    Warum Amphibien und Reptilien oft in einem Atemzug genannt werden und was das mit den Roten Listen zu tun hat

    Ein Interview mit Dr. Ulrich Schulte, Koordinator der neuen Roten Liste der Amphibien und Reptilien Deutschlands

    Dr. Ulrich Schulte verrät im Interview, wie die Roten Listen entstehen und auf welche Arten wir in Deutschlands besonders achtgeben müssen. Der Koordinator der Roten Listen berichtet über sein Engagement im Naturschutz, zeigt dem Nachwuchs interessante Forschungsgebiete auf und rät Gartenbesitzern: Mehr Mut zur Unordnung!

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  • Hier ein potenzieller Lebensraum des Loreley-Dickkopffalters am Rhein. Foto: Ronny Strätling

    Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 1

    Blog: 1. Exkursionstag, Freitag 2. Juli 2021

    Im Blog berichtet Exkursionsteilnehmer Jeremy Strätling ab heute jeden Tag von der Suche nach einem verschollenen Schmetterling, dem Loreley-Dickkopffalter. Der Falter, benannt nach dem Wahrzeichen des Mittelrheins, ist laut Rote Liste vom Aussterben bedroht.

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  • Die Exkursionsteilnehmer Marvin und Daniel, bei der Suche von Raupen und Eiern am Aufrechten Ziest, am Rossstein. Foto: Steffen Caspari

    Ist er es oder ist er es nicht? Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 2

    Blog: 2. Exkursionstag, Samstag 3. Juli 2021

    Es herrscht Aufregung unter den Exkursionsteilnehmern: Der Fund einer mysteriösen Raupe gibt Rätsel auf. Gehört sie vielleicht zu dem gesuchten Loreley-Dickkopffalter? Die Köpfe der vier Teams rauchen…

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  • Lorely Dickkopffalter

    Das Schicksal der Raupe: Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 3

    Blog: 3. Exkursionstag, Sonntag 4. Juli 2021

    Unterwegs an Steilhängen, zwingen Unwetter und Starkregen die Gruppe am letzten Exkursionstag zum Abbruch der Suche. Bis dahin: mehrere Rote-Liste Arten gefunden und Pläne für weitere Untersuchungen der rätselhaften Raupe.

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  • Alpen-Wollafter: Erster Fund von ausgewachsenen Faltern in Deutschland

    Auf der Suche nach dem Alpen-Wollafter – Ein Themenspecial

    Von der verlorenen geglaubten Art wurden im Allgäu bisher vereinzelt Raupen gefunden, einen geschlüpften Falter hatte hier noch niemand gesehen. Der Schmetterling ist in der Roten Liste Deutschlands als „Ausgestorben oder verschollen“ verzeichnet.

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  • 1.062 Tiere untersucht: Myriapoden-Fachleute finden sehr seltenen Hundertfüßer

    Sammelexkursion und Nachwuchsförderung – Ein Themenspecial

    Im UNESCO-Biossphärenreservat Schorfheide-Chorin wurden 18 dort bisher nicht bekannte Arten von Doppel- und Hundertfüßern gefunden, darunter der laut Rote Liste in Deutschland sehr seltene Hundertfüßer Geophilus carpophagus. In Brandenburg war bisher nur ein Vorkommen dieses Bodenbewohners bekannt. Mit der Sammelexkursion wurden Wissenslücken geschlossen und der wissenschaftliche Nachwuchs an die Erforschung der Bodentiere herangeführt.

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  • Holger Meinig kontrolliert einen vom Siebenschläfer bewohnten Nistkasten.

    Vom Mäusefänger zum Säugetierspezialisten

    Ein Interview mit Holger Meinig, Erstautor der neuen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands

    „Maus ist nicht gleich Maus“, ist schon dem jungen Holger Meinig aufgefallen, als er auf Futtersuche für verletzte Eulen ging. Heute ist der Zoologe einer der führenden Säugetier-Experten Deutschlands, Herausgeber von rund 140 Fachpublikationen und Erstautor der neuen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands. Im Interview berichtet er über seinen persönlichen Werdegang, clevere Mäuse und wie man auch mit kleinen Aktionen viel für den Naturschutz erreichen kann.

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  • Die Seiden-Haarschnecke (Trochulus sericeus) – ihr Gehäuse ist nur 5–7 mm hoch und 7–10 mm breit – lebt in Röhrichten, nassen Wäldern und Gebüschen. Sie gilt als ungefährdet. © Foto: Ira Richling

    Datenportal „Mollusken Deutschlands“ enthält 390.000 Datensätze zu 420 Arten und Unterarten

    Datenportal „Mollusken Deutschlands“ – Ein Themenspecial

    Mit „Mollusken Deutschlands“ wird es künftig leichter, Beobachtungsdaten von Schnecken und Muscheln zu erfassen und für den Naturschutz und die Roten Listen zu verwenden. Seit Oktober 2022 sind erstmalig bundesweite Nachweiskarten zu rund 420 Arten und Unterarten, die an Land, sowie in Flüssen und Seen leben („Binnenmollusken“), online und frei zugänglich verfügbar. Das Datenportal wird vom Rote-Liste-Zentrum technisch und von der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft fachlich betreut.

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