Berichte und Interviews

Rote-Liste-Arbeit in der Praxis

Eine wesentliche Aufgabe zur Vorbereitung einer Roten Liste ist das Sammeln aller verfügbaren Bestandsinformationen. Relevante Daten kommen z.B. von den Naturschutzbehörden der Länder, den zoologischen, botanischen und mykologischen Fachgesellschaften, den Leitern regionaler Kartierungsprojekte, Naturkundemuseen, Planungsbüros, forschenden Einzelpersonen oder Forschergruppen von Universitäten. Weitere Erkenntnisse ergeben sich durch die Auswertung von Fachveröffentlichungen.

Auch gezielte Nachsuchen können zur Vorbereitung von Roten Listen gehören. Dies ist sinnvoll, wenn es zu ausgewählten Arten seit Jahrzehnten keinerlei aktuelle Daten gibt, wenn unklar ist, ob diese Arten ausgestorben, vom Aussterben bedroht, extrem selten oder stark gefährdet sind.

Mit seinen Themenspecials gibt das Rote-Liste-Zentrum Einblick wie Rote Listen entstehen und stellt Expertinnen und Experten vor.

Übersicht Themenspecials und Interviews
  • Eine der rd. 30.000 handschriftlichen Karteikarten im Format DIN A7. Bild: Martin Schmidt

    Digitalisierung von 30.000 Karteikarten mit historischen Pilzdaten

    Historische Funddaten von Arten gibt es viele, aber sie befinden sich oft in langen analogen Listen, in handschriftlichen Karteien von Museen und Sammlungen oder in privatem Besitz. Dies macht die Nutzung der Daten für die Forschung und insbesondere die Gefährdungseinschätzung im Rahmen der Rote-Liste-Erstellung mühsam. Das Rote-Liste-Zentrum unterstützte Fachleute deshalb darin, mehr als 30.000 handschriftliche Karteikarten mit Funddaten zu phytoparasitischen Kleinpilzen zu digitalisieren.

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  • Max Heeke begibt sich auf Entdeckungsreise. Grafik: MDR Wissen / Jessica Brautzsch

    Wie lassen sich neue Arten entdecken?

    Die Zahl unentdeckter Arten ist hoch: geschätzte 10-100 Millionen Arten weltweit. Warum ist es trotzdem so schwer, neue Arten zu entdecken? MDR-Reporter Max hatte es sich einfacher vorgestellt. Im Selbstversuch und im Gespräch mit Fachleuten schaut er, wo es neue Arten geben könnte und was man tun muss, um sie zu finden. Mit dabei: unser Rote-Liste-Experte.

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  • Der Französischen Ahorn ist in Deutschland zwar sehr selten, gilt aber als ungefährdet.

    Tag des Baumes: Eine der seltensten Pflanzen Deutschlands ist ein Ahorn

    Zum „Tag des Baumes“ am 25. April stellen wir die fünf in Deutschland ursprünglichen Ahorn-Arten vor, darunter eine der seltensten Pflanzenarten Deutschlands. Bereits beim ersten deutschen Tag des Baumes, am 25. April 1952, pflanzte Bundespräsident Theodor Heuss im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

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  • Dr. Jörg Spelda fand Haplogona oculodistinta schon zuvor in Österreich, 30 km von der deutschen Grenze entfernt. Foto: Dr. Jörg Spelda

    Überraschungsfund: Forscher entdeckt einen in Deutschland bisher unbekannten Doppelfüßer

    Dem Bodentier-Experten Dr. Jörg Spelda gelang in Bayern der Nachweis einer aus Deutschland unbekannten Art, die nun in die Rote Liste der Doppelfüßer aufgenommen wurde. Es handelt sich um eine echte Überraschung: Gesucht hatte er eigentlich nach etwas anderem.

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  • Fliegenpilze sind wegen der kontrastreich rot-weißen Hüte unverwechselbar. Foto. Dr. Günter Matzke-Hajek

    Ein mehrfacher Glückspilz

    Wir stellen den Fliegenpilz zum Jahreswechsel vor, denn auf Neujahrskarten ist er ein Klassiker wie Glücksklee und Schweinchen. Er ist außerdem der „Pilz des Jahres 2022“. Wir verraten außerdem, was es mit dem Glückspilz und seiner Giftwirkung auf sich hat und wie Pilze und Bäume voneinander profitieren.

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  • Zur Beprobung wurde eine Westliche Smaragdeidechse vorsichtig mit einer Schlinge gefangen. Foto: Dr. Ulrich Schulte

    Warum Amphibien und Reptilien oft in einem Atemzug genannt werden und was das mit den Roten Listen zu tun hat

    Dr. Ulrich Schulte verrät im Interview, wie die Roten Listen entstehen und auf welche Arten wir in Deutschlands besonders achtgeben müssen. Der Koordinator der Roten Listen berichtet über sein Engagement im Naturschutz, zeigt dem Nachwuchs interessante Forschungsgebiete auf und rät Gartenbesitzern: Mehr Mut zur Unordnung!

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  • Hier ein potenzieller Lebensraum des Loreley-Dickkopffalters am Rhein. Foto: Ronny Strätling

    Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 1

    Blog: 1. Exkursionstag, Freitag 2. Juli 2021

    Im Blog berichtet Exkursionsteilnehmer Jeremy Strätling ab heute jeden Tag von der Suche nach einem verschollenen Schmetterling, dem Loreley-Dickkopffalter. Der Falter, benannt nach dem Wahrzeichen des Mittelrheins, ist laut Rote Liste vom Aussterben bedroht.

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  • Die Exkursionsteilnehmer Marvin und Daniel, bei der Suche von Raupen und Eiern am Aufrechten Ziest, am Rossstein. Foto: Steffen Caspari

    Ist er es oder ist er es nicht? Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 2

    Blog: 2. Exkursionstag, Samstag 3. Juli 2021

    Es herrscht Aufregung unter den Exkursionsteilnehmern: Der Fund einer mysteriösen Raupe gibt Rätsel auf. Gehört sie vielleicht zu dem gesuchten Loreley-Dickkopffalter? Die Köpfe der vier Teams rauchen…

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  • Lorely Dickkopffalter

    Das Schicksal der Raupe: Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 3

    Blog: 3. Exkursionstag, Sonntag 4. Juli 2021

    Unterwegs an Steilhängen, zwingen Unwetter und Starkregen die Gruppe am letzten Exkursionstag zum Abbruch der Suche. Bis dahin: mehrere Rote-Liste Arten gefunden und Pläne für weitere Untersuchungen der rätselhaften Raupe.

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  • Alpen-Wollafter: Erster Fund von ausgewachsenen Faltern in Deutschland

    Auf der Suche nach dem Alpen-Wollafter – Ein Themenspecial

    Von der verlorenen geglaubten Art wurden im Allgäu bisher vereinzelt Raupen gefunden, einen geschlüpften Falter hatte hier noch niemand gesehen. Der Schmetterling ist in der Roten Liste Deutschlands als „Ausgestorben oder verschollen“ verzeichnet.

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