Themenwelt

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken

Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in den Roten Listen rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellen Expertinnen und Experten vor. Eigene Themenwelt-Seiten informieren über gesetzliche Schutzmaßnahmen.

  • Welche Schlauchalge ist das?

    Bestimmungsschlüssel Schlauchalgen – Ein Themenspecial

    Sie sind klein – sehr klein. Das ist nur eine der Herausforderungen bei der Untersuchung von Schlauchalgen. Mit Hilfe eines neuen Bestimmungsschlüssels lässt sich jetzt leichter herausfinden, um welche Art es sich handelt. Er soll Naturinteressierte dabei unterstützen sich mit einer Artengruppe zu beschäftigen, für die es nur noch sehr wenige Experten oder Expertinnen gibt. Schlauchalgen sind selbst in evolutionären Dimensionen steinalt und gelten als „lebende Fossilien“.

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  • Eine Eisenhuthummel auf einer Eisenhutblüte

    Connaisseurin giftiger Pflanzen

    Die Eisenhuthummel – Ein Artenportrait

    Für viele Bienen ist Blüte nicht gleich Blüte: Etwa jede dritte Bienenart in Deutschland ist beim Pollensammeln auf wenige Pflanzenarten spezialisiert. Zu diesen Bienen zählt auch unsere Art des Monats September, die Eisenhuthummel. Sie kommt bei uns nur in den Alpen vor und hat ein ganz besonderes Faible, das ihr auch den Namen gab: Sie ist auf die Blüten des Eisenhuts spezialisiert.

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  • Heuschrecke mit kraftvollem Biss

    Der Warzenbeißer – Insekt des Jahres 2026 – Ein Artenportrait

    Unter den einheimischen Langfühlerschrecken ist der Warzenbeißer ein Schwergewicht. Hinsichtlich seiner Länge von 2,5 bis 4 Zentimetern wird er zwar vom verwandten Großen Heupferd in den Schatten gestellt, dafür wiegt er aber bis zu zwei Gramm, so viel wie keine andere Heuschrecke in Deutschland. Trotz seines robusten Äußeren ist er empfindlich gegenüber Veränderungen seines Lebensraums. Der Warzenbeißer ist das Insekt des Jahres 2026 und unsere Art des Monats August.

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  • Wählerische Pollensammlerin

    Die Glockenblumen-Schmalbiene ist die Wildbiene des Jahres 2026.

    Die Weibchen dieser schwarz-glänzenden Wildbiene sammeln Pollen von wenigen Glockenblumen-Arten. Kopfüber in ihrer Lieblingsblüte sind sie einfach zu beobachten. Die Glockenblumen-Schmalbiene ist die Wildbiene des Jahres 2026.

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  • Tierische Taucher und U-Boote: Suche nach seltenen Wasserkäfern

    Vorbereitung der Roten Liste – Ein Themenspecial

    Als Vorbereitung der aktuellen Roten Liste der Wasserkäfer Deutschlands hat das Rote-Liste-Zentrum eine Reihe von gezielten Nachsuchen beauftragt. Mit Erfolg: Eine Art wurde zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen, weitere sehr seltene Arten wurden wiedergefunden.

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  • Das Phantom der Wälder: Eine Lebensaufgabe für botanische Geisterjäger

    Der Blattlose Widerbart – Ein Artenportrait

    Manche Arten fallen durch ihre Größe, ihre Farben oder ihre Häufigkeit auf. Der Blattlose Widerbart repräsentiert das Gegenteil von alldem. Wenn seine blassen Sprosse im Sommer plötzlich aus dem Waldboden sprießen, ist dies oft nur ein kurzer Besuch. Nach dem Blühen und Fruchten verschwinden die Pflanzen wieder im Dunkeln – manchmal für Jahre, nicht selten für Jahrzehnte. Diese Unberechenbarkeit und ihre filigrane Erscheinung verliehen der Art den englischen Namen „Ghost Orchid“. Der Blattlose Widerbart ist unsere Art des Monats Juli.

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  • Ein Käfer der Art Buchdrucker in einer Makroaufnahme.

    Das schwarze Schaf unter den Borkenkäfern

    Der Buchdrucker – Ein Artenportrait

    Es gibt sie in den besten Familien: Die Verwandten, die direkt auf sich aufmerksam machen müssen, die bei jedem Buffet gleich drei Mal Nachschlag holen und hinterher eine Verwüstung hinterlassen. Da ist schnell der Ruf der ganzen Sippschaft ruiniert. So oder so ähnlich geht es den Borkenkäfern. Zwar brüten die meisten der 110 heimischen Arten der Käfer-Unterfamilie Scolytinae in Holz oder Rinde von Bäumen, aber das Image als Waldvernichter verdanken die Borkenkäfer in erster Linie dem Buchdrucker. Dabei ist er nur Profiteur des Klimawandels und der einseitigen Waldwirtschaft: Der Buchdrucker ist unsere Art des Monats Juni.

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  • Ein Männchen der Gestreiften Quelljungfer. Unterschiedliche Quelljungferarten erkennt man an Anzahl und Form der gelben Querbinden auf dem Hinterleib. © Foto: Yurii Zushcyk/AdobeStock

    Schwer zu entdecken: Libellen im Wald

    Die Gestreifte Quelljungfer – Ein Artenportrait

    Die Gestreifte Quelljungfer ist nicht ganz so selten, wie lange vermutet – schwer zu entdecken ist sie dennoch. In ihren oft abgelegenen Habitaten, an winzigen Bächen, im Halbschatten der Wälder, werden keine Libellen vermutet. Aufmerksame Beobachter können jedoch schon im späten Frühjahr frisch geschlüpfte „Waldlibellen“ finden, im Flug sind sie meist ab Juni zu beobachten. Aufgrund ihrer jahrelangen Entwicklungszeit ist die Quelljungfer ein Langzeitindikator für den Zustand von Quellgewässern. Sie ist unsere Art des Monats Mai.

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  • Mit seiner, schlanken, zylindrischen Gestalt und dem charakteristischen seidenmatten Glanz ist der Gemeine Gepunktete Schnurfüßer ein auffälliger Bewohner in einem verborgenen Lebensraum. Foto: Axel Steiner.

    Ein verborgener Holzbewohner unserer Wälder

    Der Gemeine Gepunktete Schnurfüßer – Ein Artenportrait

    Mit einer Körperlänge von nur 13 bis 28 Millimetern gehört der Gemeine Gepunktete Schnurfüßer nicht gerade zu den auffälligen Bewohnern des Waldes. Schlank, zylindrisch und mit einem seidenmatten Glanz, bewegt sich dieser Doppelfüßer eher gemächlich durch ein verborgenes Reich. Wer ihn entdecken will, muss nicht auf Wiesen oder unter Laub suchen, sondern im morschen Holz. Unter der lockeren Rinde alter Stubben oder im feuchten Mulm abgestorbener Äste und Baumstämme ist er besonders gut zu finden. Die Art zeigt damit eine für Doppelfüßer ungewöhnlich starke Bindung an verrottendes Holzmaterial.

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  • Stöpselkopfameisen sind scheue Baumbewohner. Foto: Ádám Bakos

    Ameisennester mit bulligen Türsteherinnen

    Die Stöpselkopfameise – Ein Artenportrait

    Um den Monatswechsel März/April kommt bei den Völkern vieler einheimischer Ameisenarten wieder Leben in die Bude. Die Winterruhe geht zu Ende, es wird aufgeräumt, eine neue Generation Arbeiterinnen schlüpft und die Tiere gehen regelmäßig auf Nahrungssuche. Die Stöpselkopfameise bildet da keine Ausnahme. Da die Art bei uns selten ist, ihre Völker meist unter 500 Einzeltiere umfassen und diese außerhalb des Nestes fast immer allein unterwegs sind, lebt die Art vielerorts „unter dem Radar“. Die Stöpselkopfameise ist unsere Art des Monats April.

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