Artenportraits

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen, Pilzen

Die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums geben einen Einblick in die Lebensweise von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Neben den Rote-Liste-Angaben zeigen sie Wissenswertes und Kurioses auf und auch was zu tun ist, um den Bestand der Art zu erhalten. Mit der „Art des Monats“ macht das Rote-Liste-Zentrum zudem regelmäßig auf besondere Pilz-, Pflanzen- oder Tierarten aufmerksam.

Übersicht Artenportraits
  • Für Insekten bieten die Blüten des Teufelsabbiss eine wichtige Nahrungsquelle.

    Alte Heilpflanze mit teuflischer Vergangenheit

    Der Gewöhnliche Teufelsabbiss – Ein Artenportrait

    Mysteriöse Zeichen? Unerklärliche Dinge? Im Mittelalter hatte da oft der Teufel seine Hand im Spiel. Glaube und Aberglaube waren im Alltag so gegenwärtig und deutungsmächtig wie heutzutage Nachrichten und Social Media. In damaliger Zeit erhielt der „Teufelsabbiss“ seinen Namen. Früher wurde er als heilkräftige Pflanze hoch geschätzt, heutzutage gehen seine Bestände zurück. Als Bioindikator weist er auf naturnahe Standorte hin. Der Teufelsabbiss steht auf der Vorwarnliste.

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  • Ufernahe Wasserpflanzen, beispielsweise Laichkraut-Arten (Potamogeton), gehören zu den wichtigsten Lebensraumstrukturen für Hechte. Foto: Stephanie Friedrich

    Ein Räuber im Badesee

    Der Hecht – Ein Artenportrait

    Es gehört in der Tat etwas Mut dazu, in einem See zu schwimmen. Die Angst vor der dunklen Unterwasserwelt sitzt bei einigen Menschen tief. Selbst der leichteste Kontakt mit Wasserpflanzen kann Panik auslösen und ihnen die Freude an einem weiteren Bad im kühlen Nass verderben. Betroffene Personen fürchten, dass sie aus der Tiefe des Gewässers von einem Fisch attackiert werden könnten. Als Albtraum der Schwimmenden gilt neben dem Wels, der eine Länge von über 2 Metern erreichen kann, vor allem der Hecht. Bisse von Hechten kommen vor, sie sind jedoch extrem seltene Ereignisse.

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  • Eine Bergzikade auf einem saarländischen Kalk-Halbtrockenrasen. Foto: Dr. Hannes Petrischak

    Bergzikaden verbreiten Urlaubsfeeling

    Die Bergzikaden – Ein Artenportrait

    Bergzikaden bringen auch bei uns mediterranes Flair auf manchen Südhang. Diese Singzikaden sind zwar leiser als ihre subtropischen Verwandten, ihre Gesänge lohnen aber ein genaues Hinhören: Die Arten lassen sich nämlich am ehesten anhand ihrer charakteristischen Strophen unterscheiden. Für die drei bisher in Deutschland nachgewiesenen Bergzikaden verzeichnet die Rote Liste eine „Gefährdung unbekannten Ausmaßes“.

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  • Ungeduldiger Lover: Das junge Furchenbienen-Männchen wartet am Nesteingang auf ein frisch geschlüpftes Weibchen. Entdeckt in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Foto: Dr. Hannes Petrischak

    Ziemlich beste Freundinnen: Mütter und Töchter der Vierbindigen Furchenbiene

    Die Vierbindige Furchenbiene – Ein Artenportrait

    Die Weibchen der Vierbindigen Furchenbiene werden bis zu 16 Millimeter lang. Damit sind sie sogar größer als die Arbeiterinnen der Honigbiene. Während die Weibchen der meisten einheimischen Wildbienen sterben, bevor ihre Nachkommen erwachsen sind, sind Furchenbienen recht langlebig und man kann sie während des gesamten Sommerhalbjahres beobachten. Da die jungen Töchter zudem noch über Wochen immer wieder ins mütterliche Nest zurückkehren können, gibt es bei dieser Art nicht selten regelrechte „Mutter-Töchter-WGs“. Die Vierbindige Furchenbiene gilt laut Rote Liste als gefährdet.

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  • Frühjahrs-Feenkrebse schwimmen meist mit dem Bauch nach oben durch die Tümpel. Foto: Uwe Manzke

    Lebende Fossilien: Im Frühjahr erwachen die Urzeitkrebse

    Der Frühjahrs-Feenkrebs – Ein Artenportrait

    Sie leben seit hunderten Millionen Jahren auf der Erde und haben sich seither kaum verändert: Die Urzeitkrebse gehören zu den ältesten Tierarten der Welt. Mit dem Frühjahrshochwasser an naturbelassenen Flüssen erwachen sie in manchen Tümpeln zu neuem Leben – für durchziehende Vögel ein willkommener Snack. Der zu den Urzeitkrebsen gehörende Frühjahrs-Feenkrebs ist im Norden Deutschlands noch häufig zu finden, im Süden jedoch eine ausgesprochene Rarität. Die Rote Liste der Blattfußkrebse Deutschlands verzeichnet ihn als „stark gefährdet“.

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  • Die wilde Gelbe Narzisse ist per Gesetz streng geschützt: Pflücken oder gar Ausgraben ist verboten. Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek

    Wussten Sie, dass es in Deutschland wilde Narzissen gibt?

    Die Gelbe Narzisse – Ein Artenportrait

    Die in vielen Vorgärten und Grünanlagen blühenden Osterglocken lassen nicht vermuten, dass ihre wilde Verwandten gefährdet sind: Der zierlichen Gelben Narzisse, Mutter vieler Osterglocken, ging es in der freien Natur seit den 1970er Jahren immer schlechter. Mit Hilfe von Stiftungen und Naturschutzorganisationen gelang jedoch eine Wende zum Besseren: Wer zur Osterzeit in der West-Eifel spazieren geht, kann heute wieder ausgedehnte Narzissenwiesen bewundern. Wegen ihrer eng begrenzten Bestände in Deutschland und früherer Rückgänge ist die wildwachsende Gelbe Narzisse in der Roten Liste jedoch weiterhin als „gefährdet“ eingestuft.

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  • Ein wahres Juwel unter den Regenwürmern: Wie der glänzende Schmuckstein zieht auch der Smaragdwurm die Blicke auf sich

    Der Wurm, der einen Edelstein im Namen trägt

    Der Smaragdwurm: Ein Artenportrait

    Dieser Alpenbewohner ist ein echtes Original: Unter seinen erdfarbenen Verwandten gilt der Smaragdwurm geradezu als bunter Hund. Wie andere Regenwürmer, produziert auch er wertvollen Humus – er lebt aber nicht im Mineralboden, sondern in der Streuschicht aus Laub und moderndem Totholz. In Deutschland kommt der Smaragdwurm nur in den bayerischen Alpen vor, er ist in die Rote-Liste-Kategorie „Extrem selten“ eingestuft.

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  • Dieser Papageitaucher hat Nistmaterial für seine Bruthöhle gesammelt. Foto: Hannes Petrischak

    Ein Ex-Helgoländer auf Stippvisite

    Der Papageitaucher: Ein Artenportrait

    Ein großer bunter Schnabel, ein melancholisch wirkender Blick, leuchtend rote Füße und ein watschelnder, leicht unbeholfener Gang machen den Papageitaucher zu einem echten Sympathieträger. Oft wird er liebevoll als „Clown unter den Seevögeln“ bezeichnet. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands ist die Art zwar als „ausgestorben“ verzeichnet, dennoch werden alljährlich einzelne Vögel in den deutschen Küstengewässern gesichtet.

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  • Anfangs sind die „Strahlen“ des Gewimperten Erdsterns 2-3 mm dick, in den folgenden Wochen werden sie papierdünn und trocken.

    Sternbilder auf dem Waldboden

    Der Gewimperte Erdstern: Ein Artenportrait

    Wer Sterne sehen will, richtet normalerweise den Blick zum Himmel. Pilzkundige wissen, dass es Sterne auch am Boden von Wäldern und Magerrasen gibt.

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  • Auffälligstes Merkmal des Grauen Langohrs (Plecotus austriacus) sind seine fast körperlangen Ohrmuscheln.

    Ein grauer Dorfbewohner mit langen Ohren

    Das Graue Langohr: Ein Artenportrait

    Anders als sein vierbeiniger Namensvetter ist diese Fledermaus „Vom Aussterben bedroht“.

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