Themenwelt

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken

Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in den Roten Listen rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellen Expertinnen und Experten vor. Eigene Themenwelt-Seiten informieren über gesetzliche Schutzmaßnahmen.

  • Sumpf-Haubenpilze im Torfmoos mit glasig-weißen Stielen und zitronengelben Köpfchen. Foto: Dr. Matthias Theiß

    Sumpf-Haubenpilz: Der erste Eindruck täuscht

    Der Sumpf-Haubenpilz – Ein Artenportrait

    In englischsprachigen Ländern wird der Sumpf-Haubenpilz wegen seines Aussehens „Bog Beacon“ benannt, also Sumpf-Leuchtfeuer. Darin steckt ein Hinweis auf den Standort und die Ähnlichkeit mit einer winzigen Wachskerze. Wegen seiner Kleinheit, seiner wenig einladenden Wuchsorte und da er nicht als Speisepilz taugt, führt er aber eher ein Schattendasein. In der Roten Liste der Pilze Deutschlands gehört er zu den Arten der „Vorwarnliste“. Mit seiner Wahl zum Pilz des Jahres 2023 macht die Deutsche Gesellschaft für Mykologie auf die Gefährdung von Lebensräumen spezialisierter Arten aufmerksam.

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  • Für den Kleinen Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) verzeichnet die Rote Liste der Amphibien Deutschlands eine „Gefährdung unbekannten Ausmaßes“. Foto: Burkhard Thiesmeier

    Der Kleine Wasserfrosch ist Lurch des Jahres 2023

    Der Kleine Wasserfrosch – Ein Artenportrait

    Er ist selten und wenig erforscht: Der Kleine Wasserfrosch. Um auf die gefährdete Art und die Forschungsdefizite aufmerksam zu machen, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT e. V.) ihn zum Lurch des Jahres 2023 gewählt. Die Rote Liste verzeichnet für den Kleinen Wasserfrosch eine „Gefährdung unbekannten Ausmaßes“.

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  • Mehr als 10 % der Vorkommensgebiete des Gartenschläfers liegen in Deutschland, weshalb Deutschland weltweit eine besondere Verantwortung dafür hat, diese Art zu erhalten. Foto: Sven Büchner

    Ohne Blinddarm ist das Leben länger

    Der Gartenschläfer ist das Tier des Jahres 2023

    Wenn die kleine Schlafmaus mit der auffälligen schwarzen Kopfmaske erst im späten Frühjahr wieder erwacht, hat das etwas mit ihrem Speiseplan zu tun – und dass ihr ein Stück Darm fehlt. Er wurde von der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2023 gewählt.

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  • Äschen sind auf kühles, sauerstoffreiches und schnell fließendes Wasser angewiesen. Solche Gewässerabschnitte werden nach ihrem „Leitfisch“ als Äschenregion bezeichnet.  Foto: Rotislav/Adobe Stock

    Ein schwindendes Juwel unserer Flüsse?

    Die Äsche – Ein Artenportrait

    Die Äsche ist sicherlich einer der auffälligeren Fische unserer heimischen Wasserwelt. Man erkennt sie an der mit zunehmendem Alter immer größer werdenden, bunten Rückenflosse. Nicht ohne Grund wird diese oft auch als „Fahne“ bezeichnet. Die Rote Liste der Süßwasserfische führt die Äsche als „Stark gefährdet“ auf. 

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  • Die weichen Stacheln des Leier-Herzigel erscheinen im Trockenen wie ein Pelz. Foto: Petra Nehmer, BioConsult. Foto: Petra Nehmer, BioConsult

    Kartoffeln in der Nordsee?

    Die Herzseeigel – Ein Artenportrait

    Es handelt sich natürlich nicht wirklich um Kartoffeln, aber die Tiere sehen ihnen auf den ersten Blick durchaus ähnlich: Gemeint sind die in der Nordsee lebenden Herzigel, die zu den Seeigeln gehören. Während einige Herzigel als ungefährdet gelten, sind andere vom Aussterben bedroht.

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  • Der Feuersalamander steht auf der Vorwarnliste. Deutschland ist für ihn in hohem Maße verantwortlich. Foto: Miriam Lindenmeier

    Ein verborgener Bewohner unserer Wälder

    Der Feuersalamader – Ein Artenportrait

    Mit seinem markanten schwarz-gelben Flecken- und Streifenmuster ist der Feuersalamander eine der bekanntesten Amphibienarten. Doch ist er überwiegend nachtaktiv und nicht leicht zu finden. So kennen ihn die meisten Menschen wohl nur von Abbildungen. Noch ist der Feuersalamander recht häufig in unseren Wäldern, aber das könnte sich bald ändern: Eine tückische Pilzinfektion breitet sich auch in Deutschland aus.

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  • Leuchtmoosvorkommen in den Quarksteinen im Erzgebirge. Foto: Stefan Gey

    Vom leuchtenden Moos und Zwergengold

    Das Leuchtmoos – Ein Artenportrait

    Moose sind oft nur als Störenfried vom eigenen Dach oder aus dem Rasen bekannt. Die knapp 1.200 Arten in Deutschland können uns jedoch fast überall begegnen: auf Erde, Gestein, Totholz, an Bäumen, im Moor oder im Wasser. Einige Arten haben sich sogar an das Leben in Höhlen angepasst, z.B. das Leuchtmoos. Und ja, der Name ist Programm!

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  • Männchen der Kleinen Moosjungfer – die orange-roten Flecken werden mit dem Alter dunkler.

    Eine anspruchsvolle Moorbewohnerin

    Die Kleine Moosjungfer – Ein Artenportrait

    Moosjungfern gehören zur Familie der Segellibellen, sind aber recht zierliche Vertreter dieser Großlibellengruppe. Der deutsche Name bezieht sich auf das Vorhandensein von Wassermoosen im Lebensraum der Larven. Mit einer Länge von nur 35 mm ist die Kleine Moosjungfer die kleinste Vertreterin ihrer Gattung.

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  • Insekten, z. B. Bienen und Fliegen, sieht man selten an den Blüten des Maiglöckchens – sie finden hier keinen Nektar. Foto: Viktoriia Kolosova/stock.adobe.com

    Betörender Duft und starkes Gift

    Das Maiglöckchen – Ein Artenportrait

    Aus der Parfümerie nicht wegzudenken, in der christlichen Symbolik ein Bild der reinen Liebe und in fantasievollen Geschichten eine tückische Giftpflanze: Um das Maiglöckchen ranken sich viele Traditionen und noch mehr Legenden. Die neuere Forschung sinniert eher über „Spargel- oder Liliengewächs?“. Das Maiglöckchen gilt laut Roter Liste als ungefährdet.

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  • Seit etwa 25 Jahren sind die Bestände des Kuckucks in Deutschland rückläufig – die neue Rote Liste der Brutvögel weist ihn als „gefährdet“ aus. Foto: Piotr Krzeslak/Adobe Stock

    Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht

    Der Kuckuck – Ein Artenportrait

    Entspräche die Häufigkeit des Kuckucks dem Bekanntheitsgrad seines Rufes, müssten wir uns um die Art keine Sorgen machen. Doch seine Bestände sind seit etwa 25 Jahren rückläufig und frühere Kuckucksreviere verwaist. Immer weniger Tiere kehren ab Mitte April aus dem afrikanischen Winterquartier zurück.

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