Themenwelt

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken

Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in den Roten Listen rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellen Expertinnen und Experten vor. Eigene Themenwelt-Seiten informieren über gesetzliche Schutzmaßnahmen.

  • Ein wahres Juwel unter den Regenwürmern: Wie der glänzende Schmuckstein zieht auch der Smaragdwurm die Blicke auf sich

    Der Wurm, der einen Edelstein im Namen trägt

    Der Smaragdwurm: Ein Artenportrait

    Dieser Alpenbewohner ist ein echtes Original: Unter seinen erdfarbenen Verwandten gilt der Smaragdwurm geradezu als bunter Hund. Wie andere Regenwürmer, produziert auch er wertvollen Humus – er lebt aber nicht im Mineralboden, sondern in der Streuschicht aus Laub und moderndem Totholz. In Deutschland kommt der Smaragdwurm nur in den bayerischen Alpen vor, er ist in die Rote-Liste-Kategorie „Extrem selten“ eingestuft.

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  • Dieser Papageitaucher hat Nistmaterial für seine Bruthöhle gesammelt. Foto: Hannes Petrischak

    Ein Ex-Helgoländer auf Stippvisite

    Der Papageitaucher: Ein Artenportrait

    Ein großer bunter Schnabel, ein melancholisch wirkender Blick, leuchtend rote Füße und ein watschelnder, leicht unbeholfener Gang machen den Papageitaucher zu einem echten Sympathieträger. Oft wird er liebevoll als „Clown unter den Seevögeln“ bezeichnet. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands ist die Art zwar als „ausgestorben“ verzeichnet, dennoch werden alljährlich einzelne Vögel in den deutschen Küstengewässern gesichtet.

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  • Anfangs sind die „Strahlen“ des Gewimperten Erdsterns 2-3 mm dick, in den folgenden Wochen werden sie papierdünn und trocken.

    Sternbilder auf dem Waldboden

    Der Gewimperte Erdstern: Ein Artenportrait

    Wer Sterne sehen will, richtet normalerweise den Blick zum Himmel. Pilzkundige wissen, dass es Sterne auch am Boden von Wäldern und Magerrasen gibt.

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  • Auffälligstes Merkmal des Grauen Langohrs (Plecotus austriacus) sind seine fast körperlangen Ohrmuscheln.

    Ein grauer Dorfbewohner mit langen Ohren

    Das Graue Langohr: Ein Artenportrait

    Anders als sein vierbeiniger Namensvetter ist diese Fledermaus „Vom Aussterben bedroht“.

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  • Der Größenunterschied zwischen dem Weibchen (unten) und dem Männchen (oben) ist bei der Alpinen Gebirgsschrecke besonders auffällig. Erwachsene Tiere sind zwischen Ende Juni und Oktober zu finden, Paarungen kann man besonders im August und September beobachten.

    Zähneknirschen statt Gesang

    Die Alpen-Gebirgsschrecke: Ein Artenportrait

    Wer sie finden will, muss genau hinschauen und meist hoch hinaus: obwohl quietschend grün mit gelben Beinen, ist sie trotzdem gut getarnt.

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  • Rotmilan im Flug

    Verantwortung für den heimlichen Wappenvogel

    Der Rotmilan: Ein Artenportrait

    „Wenn der Milan sein Nest baut, pass auf die Wäsche auf!“, schrieb schon William Shakespeare in „The Winter’s Tale“. Rotmilane lebten früher mitten in London und wurden als Abfallverwerter geschätzt. Die Kehrseite: Sie ließen für den Nestbau schon mal ein Unterhemd mitgehen.

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  • Wie alle Wolfspinnen besitzt der Trommelwolf acht Augen. Besonders sehstark sind die vergrößerten vorderen Mittelaugen. Bei vielen Wolfspinnen sind komplexe visuelle Balzrituale entstanden. Foto: Dr. Joergen Lissner

    Wölfe unter den Wirbellosen

    Der Trommelwolf – Ein Artenportrait

    Wer im Wald leise Trommelwirbel hört, vermutet nicht, dass ein winziger „Wolf“ dahinter steckt: Der nur 5-6 mm große Trommelwolf, eine Spinnenart, wirbt damit zur Balzzeit um Partner. Die mit dem Hinterleib auf trockenem Laub erzeugten Geräusche sind auch für das menschliche Ohr deutlich zu hören. In der Roten Liste der Spinnen Deutschlands ist die Wolfsspinne, die Moor-, Sumpf- und Auenwälder liebt, als gefährdet eingestuft. Ein europäisches Expertengremium hat den Trommelwolf zur „Spinne des Jahres 2022“ gewählt.

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  • In Bonn-Oberkassel wächst die Osterluzei im Überschwemmungsbereich des Rheins, sowohl in Auwaldresten als auch am Fuß von Basaltmauern und in ufernahen Steinschüttungen.

    Weinbegleiter mit subtropischer Verwandtschaft

    Die Osterluzei und der Osterluzeifalter: Ein Artenportrait

    Viele frühere Vorkommen der Osterluzei sind in den vergangenen Jahrzehnten erloschen, weil Weinlagen flurbereinigt und Unkraut „erfolgreich“ bekämpft wurde.

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  • Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) gilt in Deutschland als gefährdet.

    Nektar-Tankstelle für Furchen- und Mauerbienen

    Die Gewöhnliche Küchenschelle: Ein Artenportrait

    Mit Kühen hat die Pflanze nichts zu tun und mit der Küche schon gar nicht. Die Gewöhnliche Küchenschelle gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist ein bekannter und beliebter Frühjahrsblüher.

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  • Die Gemeine Filzbiene, hier ein Weibchen, besucht auch Gärten, wenn es dort geeignete Nahrungsquellen gibt. Färber-Kamille gehört zu ihren bevorzugten Zielen. Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek.

    Trojaner im Anmarsch: Was Filzbiene und Kuckuck gemeinsam haben

    Die Gemeine Filzbiene: Ein Artenportrait

    Mit nur 7 Millimetern Körperlänge kann diese Wildbiene leicht übersehen werden. Am ehesten findet man sie zwischen Juni und September in Gebieten mit Sand- und Lössböden, wo sie Korbblüter wie Rainfarn, Schafgarbe oder Jakobskreuzkraut besucht.

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