Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken
Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in den Roten Listen rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellen Expertinnen und Experten vor. Eigene Themenwelt-Seiten informieren über gesetzliche Schutzmaßnahmen.
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Warum Amphibien und Reptilien oft in einem Atemzug genannt werden und was das mit den Roten Listen zu tun hat
Dr. Ulrich Schulte verrät im Interview, wie die Roten Listen entstehen und auf welche Arten wir in Deutschlands besonders achtgeben müssen. Der Koordinator der Roten Listen berichtet über sein Engagement im Naturschutz, zeigt dem Nachwuchs interessante Forschungsgebiete auf und rät Gartenbesitzern: Mehr Mut zur Unordnung!
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Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 1
Im Blog berichtet Exkursionsteilnehmer Jeremy Strätling ab heute jeden Tag von der Suche nach einem verschollenen Schmetterling, dem Loreley-Dickkopffalter. Der Falter, benannt nach dem Wahrzeichen des Mittelrheins, ist laut Rote Liste vom Aussterben bedroht.
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Ist er es oder ist er es nicht? Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 2
Es herrscht Aufregung unter den Exkursionsteilnehmern: Der Fund einer mysteriösen Raupe gibt Rätsel auf. Gehört sie vielleicht zu dem gesuchten Loreley-Dickkopffalter? Die Köpfe der vier Teams rauchen…
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Das Schicksal der Raupe: Auf der Suche nach dem Loreley-Dickkopffalter, Tag 3
Unterwegs an Steilhängen, zwingen Unwetter und Starkregen die Gruppe am letzten Exkursionstag zum Abbruch der Suche. Bis dahin: mehrere Rote-Liste Arten gefunden und Pläne für weitere Untersuchungen der rätselhaften Raupe.
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Alpen-Wollafter: Erster Fund von ausgewachsenen Faltern in Deutschland
Von der verlorenen geglaubten Art wurden im Allgäu bisher vereinzelt Raupen gefunden, einen geschlüpften Falter hatte hier noch niemand gesehen. Der Schmetterling ist in der Roten Liste Deutschlands als „Ausgestorben oder verschollen“ verzeichnet.
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Eine wirklich bemerkenswerte Entdeckungsgeschichte
„Fast wäre nichts daraus geworden. Schwere Wackersteine im Rucksack durch den Wald tragen, nur wegen einer kleinen unscheinbaren Flechte? Nein danke, dazu hatte ich keine Lust. Die lässt sich sowieso nicht bestimmen, dachte ich. Hätte sich nicht mein Mann angeboten, die Steine zu tragen und mich überredet, die Flechte im Labor der Universität in Koblenz zu untersuchen, wäre diese kleine Sensation wohl nie passiert…“ schildert Dr. Dorothee Killmann die Entdeckung einer neuen Art. Die Hunsrück-Warzenflechte ist unsere Art des Monats November.
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Vom Mäusefänger zum Säugetierspezialisten
„Maus ist nicht gleich Maus“, ist schon dem jungen Holger Meinig aufgefallen, als er auf Futtersuche für verletzte Eulen ging. Heute ist der Zoologe einer der führenden Säugetier-Experten Deutschlands, Herausgeber von rund 140 Fachpublikationen und Erstautor der neuen Roten Liste der Säugetiere Deutschlands. Im Interview berichtet er über seinen persönlichen Werdegang, clevere Mäuse und wie man auch mit kleinen Aktionen viel für den Naturschutz erreichen kann.
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Knallrote Blätter im Meer
Auch wenn es sein Name nahelegt: Mit den bekannten Ampferarten, die auf Wiesen und an Ufern fast überall in Deutschland wachsen, ist der Blutrote Meerampfer nicht näher verwandt. Er ist vielmehr eine ausschließlich im Meer vorkommende Rotalge. Seine knallig roten „Blätter“ fallen am ehesten auf, wenn sie an den Strand gespült werden, verbleichen aber schnell. Der Blutrote Meerampfer wächst zwar nicht überall im deutschen Meeresgebiet, seine Bestände sind aber stabil und er gilt als ungefährdet. Die charismatische Rotalge hat sogar eine kleine Karriere in der Kunst hinter sich. Der Blutrote Meerampfer ist unsere Art des Monats Oktober.
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Der seltene Sand-Ohrwurm ist kein böser „Ohrenkneifer“
Fast jeder hat sie schon mal gesehen: Ohrwürmer. Sie kommen nahezu überall vor und sind durch ihre markanten Zangen am Hinterleib kaum zu verwechseln. Viele Gerüchte ranken sich um diese kleinen Insekten. Und auch die Bezeichnung „Ohrwurm“ für eine einprägsame Melodie soll von diesen Tieren abgeleitet sein. Im Gegensatz zu dem sehr häufig vorkommenden Gemeinen Ohrwurm, den man oft im Park, auf Obstbäumen aber auch unter Blumentöpfen findet, ist der Sand-Ohrwurm nicht weit verbreitet.
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Schutzlos trotz Panzer
Bis vor ca. 140 Jahren lebten in unseren Bächen, Flüssen und stehenden Gewässern stabile, teilweise sehr große Bestände der drei in Deutschland einheimischen Flusskrebse, nämlich vom Edelkrebs, vom Steinkrebs und vom Dohlenkrebs. Heute haben es diese drei trotz ihrer starken Panzerung zunehmend schwer. Gründe dafür sind der Gewässerverbau und die Gewässerverschmutzungen, vor allem aber die Krebspest, eine für mitteleuropäische Flusskrebse tödlich verlaufende Krankheit. Auch die zunehmende Ausbreitung mehrerer gebietsfremder Flusskrebsarten – die meisten davon sind zugleich Überträger der Krebspest – setzt den einheimischen Zehnfußkrebsen stark zu. Deren bekanntester Vertreter ist der Edelkrebs.
