Themenwelt

Wissenswertes zu Tieren, Pflanzen und Pilzen entdecken

Von den etwa 72.000 in Deutschland einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in den Roten Listen rund 37.000 auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ergänzend zu diesen wissenschaftlichen Fachgutachten geben die Artenportraits des Rote-Liste-Zentrums einen Einblick in die Lebensweise von Tieren und Pflanzen. Themenspecials mit Berichten und Interviews zeigen darüber hinaus, wie Rote-Liste-Arbeit in der Praxis aussieht und stellen Expertinnen und Experten vor. Eigene Themenwelt-Seiten informieren über gesetzliche Schutzmaßnahmen.

  • Die weichen Stacheln des Leier-Herzigel erscheinen im Trockenen wie ein Pelz. Foto: Petra Nehmer, BioConsult. Foto: Petra Nehmer, BioConsult

    Kartoffeln in der Nordsee?

    Die Herzseeigel – Ein Artenportrait

    Es handelt sich natürlich nicht wirklich um Kartoffeln, aber die Tiere sehen ihnen auf den ersten Blick durchaus ähnlich: Gemeint sind die in der Nordsee lebenden Herzigel, die zu den Seeigeln gehören. Während einige Herzigel als ungefährdet gelten, sind andere vom Aussterben bedroht.

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  • Der Feuersalamander steht auf der Vorwarnliste. Deutschland ist für ihn in hohem Maße verantwortlich. Foto: Miriam Lindenmeier

    Ein verborgener Bewohner unserer Wälder

    Der Feuersalamader – Ein Artenportrait

    Mit seinem markanten schwarz-gelben Flecken- und Streifenmuster ist der Feuersalamander eine der bekanntesten Amphibienarten. Doch ist er überwiegend nachtaktiv und nicht leicht zu finden. So kennen ihn die meisten Menschen wohl nur von Abbildungen. Noch ist der Feuersalamander recht häufig in unseren Wäldern, aber das könnte sich bald ändern: Eine tückische Pilzinfektion breitet sich auch in Deutschland aus.

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  • Leuchtmoosvorkommen in den Quarksteinen im Erzgebirge. Foto: Stefan Gey

    Vom leuchtenden Moos und Zwergengold

    Das Leuchtmoos – Ein Artenportrait

    Moose sind oft nur als Störenfried vom eigenen Dach oder aus dem Rasen bekannt. Die knapp 1.200 Arten in Deutschland können uns jedoch fast überall begegnen: auf Erde, Gestein, Totholz, an Bäumen, im Moor oder im Wasser. Einige Arten haben sich sogar an das Leben in Höhlen angepasst, z.B. das Leuchtmoos. Und ja, der Name ist Programm!

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  • Männchen der Kleinen Moosjungfer – die orange-roten Flecken werden mit dem Alter dunkler.

    Eine anspruchsvolle Moorbewohnerin

    Die Kleine Moosjungfer – Ein Artenportrait

    Moosjungfern gehören zur Familie der Segellibellen, sind aber recht zierliche Vertreter dieser Großlibellengruppe. Der deutsche Name bezieht sich auf das Vorhandensein von Wassermoosen im Lebensraum der Larven. Mit einer Länge von nur 35 mm ist die Kleine Moosjungfer die kleinste Vertreterin ihrer Gattung.

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  • Insekten, z. B. Bienen und Fliegen, sieht man selten an den Blüten des Maiglöckchens – sie finden hier keinen Nektar. Foto: Viktoriia Kolosova/stock.adobe.com

    Betörender Duft und starkes Gift

    Das Maiglöckchen – Ein Artenportrait

    Aus der Parfümerie nicht wegzudenken, in der christlichen Symbolik ein Bild der reinen Liebe und in fantasievollen Geschichten eine tückische Giftpflanze: Um das Maiglöckchen ranken sich viele Traditionen und noch mehr Legenden. Die neuere Forschung sinniert eher über „Spargel- oder Liliengewächs?“. Das Maiglöckchen gilt laut Roter Liste als ungefährdet.

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  • Seit etwa 25 Jahren sind die Bestände des Kuckucks in Deutschland rückläufig – die neue Rote Liste der Brutvögel weist ihn als „gefährdet“ aus. Foto: Piotr Krzeslak/Adobe Stock

    Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht

    Der Kuckuck – Ein Artenportrait

    Entspräche die Häufigkeit des Kuckucks dem Bekanntheitsgrad seines Rufes, müssten wir uns um die Art keine Sorgen machen. Doch seine Bestände sind seit etwa 25 Jahren rückläufig und frühere Kuckucksreviere verwaist. Immer weniger Tiere kehren ab Mitte April aus dem afrikanischen Winterquartier zurück.

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  • In der Roten Liste der Wanzen Deutschlands ist die Ameisen-Sichelwanze (Himacerus mirmicoides) – hier eine Larve – als ungefährdet verzeichnet. Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek.

    Mit Ameisen-Taille in die falsche Schublade

    Die Ameisen-Sichelwanze – Ein Artenportrait

    Als der Zoologe Oronzo Gabriele Costa die Ameisen-Sichelwanze 1834 aus den Hügeln seiner Heimat Neapel für die Wissenschaft beschrieb, erklärte er den Namen „mirmicoides“ (ameisenähnlich) mit dem Aussehen der Larven. In Deutschland ist die Art besonders in den wärmeren Regionen verbreitet und insgesamt ungefährdet. Außer ihr gibt es bei uns weitere Wanzenarten mit Ameisen-Mimikry. Obwohl sie nicht näher miteinander verwandt sind, können sie sich so stark ähneln, dass sie bei Bestimmungsversuchen leicht einmal in die „falsche Schublade“ geraten können.

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  • Die Fruchtkörper von Melanohalea exasperata erscheinen wie kleine Schüsseln. Foto: Dr. Volker John

    Dramatischer Rückgang und wundersame Erholung – menschengemacht

    Die Raue Braunschüsselflechte – Ein Artenportrait

    Den Flechtenkundler beschrieb Gustav Wilhelm Körber im Jahr 1855 als einen, der „unbeklatscht unter seinen Pflanzen sitzt und mit eiserner Geduld im Schneckengange … den Lebensgesetzen so überaus polymorpher und dabei doch gleichsam scheintodter Gewächse nachgrübelt“. Dass eine von Körber dokumentierte Flechte in Deutschland nicht mehr vom Aussterben bedroht ist, sondern „nur noch“ stark gefährdet, stellten seine modernen Kollegen fest – und auch woran dies liegt.

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  • Die Gesichtsmaske des Weibchens ist auf zwei schmale weiße Flecken auf den Wangen beschränkt. Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek

    Total en vogue: Die Biene mit der Gesichtsmaske

    Die Rainfarn-Maskenbiene ist die Biene des Jahres 2022 – Ein Themenspecial

    Maske zu tragen ist während der Corona-Pandemie zur Routine geworden. Ob die Wahl für die Biene des Jahres 2022 von diesem Umstand abhing? Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat jedenfalls eine Kandidatin gekürt, die ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen scheint. Die Rainfarn-Maskenbiene macht uns zudem vor, dass ein weiß maskiertes Gesicht durchaus ein Blickfang sein kann.

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  • Die Gemeine Florfliege gehört zur Insektengruppe der Netzflügler, die in Deutschland mit rund 100 Arten vorkommt. Foto: Dr. Axel Gruppe

    Warum man sich im Garten über Florfliegen freuen sollte

    Die Gemeine Florfliege – Ein Artenportrait

    Blattlauslöwen, die Larven der Gemeinen Florfliege, sind vor allem eines: immer hungrig. Und zwar auf Blattläuse, Spinnmilben und Thripse. Sie sind hervorragende Helfer in großen Gemüsebetrieben und werden deshalb auch gewerblich gezüchtet. Die Bekanntheit der Florfliegen täuscht jedoch darüber hinweg, dass sie wenig erforscht sind: Erst vor 20 Jahren wurde klar, dass sich dahinter mehrere Kleinarten verbergen. Die Bestandssituation dieser Kleinarten auf Bundesebene ist erst in Ansätzen bekannt.

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