- Wissenschaftlicher Name
- Conocephalus dorsalis (Latreille, 1804)
- Deutscher Name
- Kurzflügelige Schwertschrecke
- Organismengruppe
- Heuschrecken und Fangschrecken
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- mäßiger Rückgang
- Kurzfristiger Bestandstrend
- stabil
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Kategorie unverändert
- Kommentar zur Gefährdung
- Langfristig ist wie bei Maas et al. (2011) von einem mäßigen Rückgang auszugehen, da die wichtigsten Habitate wie Nass- und Feuchtwiesen, Binsen-Sümpfe und Niedermoore (Maas et al. 2002, Wranik et al. 2008, Fischer et al. 2020) insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts großflächig in andere Nutzungsformen überführt wurden (u.a. Fartmann 2017, Poschlod 2017, Fartmann et al. 2021). Die Berechnung des kurzfristigen Bestandstrends ergab eine Bestandsveränderung von −6,0%. Dies entspricht noch der Kriterienklasse „stabil“. Regional zeichnet sich jedoch kein klares Muster ab: Während mehrere Studien Abnahmen dokumentieren (u.a. Hafner & Zimmermann 2019, Pfeifer et al. 2019, Köhler 2020, Maas & Staudt 2020), konnten insbesondere im Norden bzw. Nordwesten Deutschlands Zunahmen beobachtet werden (u.a. Angersbach et al. 2008, Poschmann et al. 2009, Distel et al. 2010, Fartmann et al. 2021, C. Winkler, schriftl. Mitteilung 2023). Vor dem Hintergrund der regional teilweise sehr unterschiedlichen Beobachtungen zur Bestandsentwicklung, hält das Autorenteam die Berechnung für plausibel.
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
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Poniatowski, D.; Detzel, P.; Drews, A.; Hochkirch, A.; Hundertmark, I.; Husemann, M.; Klatt, R.; Klugkist, H.; Köhler, G.; Kronshage, A.; Maas, S.; Moritz, R.; Pfeifer, M.A.; Stübing, S.; Voith, J.; Winkler, C.; Wranik, W.; Helbing, F. & Fartmann, T. (2024): Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Fangschrecken (Orthoptera et Mantodea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (7): 88 S.