- Wissenschaftlicher Name
- Coprimorphus scrutator (Herbst, 1789)
- Synonyme bzw. Name in der vorherigen Roten Liste
- Aphodius scrutator (Herbst, 1789)
- Organismengruppe
- Blatthornkäfer
- Rote-Liste-Kategorie
- Daten unzureichend
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- unbekannt
- Langfristiger Bestandstrend
- gleich bleibend
- Kurzfristiger Bestandstrend
- deutliche Zunahme
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Kommentar zur Gefährdung
- Bis vor wenigen Jahren nur aus den südlichen Bundesländern bekannt, seit kurzem einige Funde weiter nördlich.
- Weitere Kommentare
- Von Süden bzw. Südosten her einstrahlende pontisch-mediterrane Art, in allen Nachbarländern vorkommend außer Luxemburg, Niederlande und Skandinavien (Bleich et al. 2020). Ehemals voneinander isolierte Vorkommen in Südwest- und Südost-Deutschland. Im Südosten ältere und neuere Funde in Bayern: alte bayerische Funde ab 1851, Partenkirchen 1963, zwischen Bad Tölz und Königsdorf 1976-1978 (Geiser 1979, Gerstmeier 1995). Im Südwesten: Baden, Kaiserstuhl: zuerst Schelinger Viehweide 1971 (Geis 1981), später Hessental 1992 (Waßmer et al. 1994) sowie in Rheinland-Pfalz, zuerst im Bienwald, Minfeld 2009 (Benisch brfl. 2010). Seitdem zahlreiche weitere Funde bis 2016 in Rheinland-Pfalz, 2018 auch in Baden-Württemberg (Buse et al. 2014, Buse & Benisch 2018). Neuerdings vermehrt Nachweise in allen südlichen und westlichen Bundesländern in Richtung Norden von Südbayern (Jungwirth mdl. 2019) über Nordbayern, Amberg-Sulzbach 2016-2018 (Büttner 2018b), neueste Meldungen Lenkersheim und Ruhpolding 2020 (Thorn mdl. 2020). Seit kurzem auch in Hessen, zuerst Trebur-Astheim 2018 (Buse & Benisch 2018), letzte ermittelte Nachweise hier: Brensbach-Wallbach/Odenwald 2019 (Dieler mdl. 2019), Wetzlar 2019 (Kunz mdl. 2019). Auch in den benachbarten Tschechischen und Slowakischen Republiken wurde eine Ausbreitung beobachtet (Hůrka 2005). Die Art tritt auch in neu besiedelten Regionen oft in Anzahl auf, sie bevorzugt offenbar Rinderkot.
- Arealrand
- Nördlich
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
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Schaffrath, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 189-266