- Wissenschaftlicher Name
- Pseudophilotes vicrama (Moore, 1865)
- Deutscher Name
- Östlicher Quendel-Bläuling
- Organismengruppe
- Tagfalter und Widderchen
- Rote-Liste-Kategorie
- Ausgestorben oder verschollen
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- ausgestorben/verschollen
- Letzter Nachweis
- 2002
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Vom Aussterben bedroht
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verschlechterung der Einstufung
- Kommentar zur Taxonomie
- Siehe Kommentar zu P. baton.
- Kommentar zur Gefährdung
- P. vicrama (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer) erreichte in Deutschland seine westliche Arealgrenze. Er besiedelte wärmebegünstigte, magere Heiden mit Störstellen und Beständen von Thymus serpyllum (Sand-Thymian). Die letzten Vorkommen befanden sich in der Lausitz (Sobczyk 2020). In Brandenburg wurde die Art nach 1985 nicht mehr gefunden (Gelbrecht et al. 2016). Der letzte gesicherte Nachweis aus Sachsen stammt aus dem Jahr 2002 (Reinhardt et al. 2007). Trotz einer gezielten Nachsuche im Auftrag des Rote-Liste-Zentrums konnte die Art aktuell nicht mehr gefunden werden (Sobczyk 2021). P. vicrama muss daher als in Deutschland „Ausgestorben oder verschollen“ angesehen werden. Eutrophierung, Aufforstung und die Sukzession der extrem nährstoffarmen Habitate werden als eine Hauptursache für den seit den 1980er Jahren einsetzenden Rückgang angesehen (Gelbrecht et al. 2016).
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Musche, M.; Albrecht, M.; Becker, J.; Bittermann, J.; Blanckenhagen, B. von; Böck, O.; Caspari, A.; Caspari, S.; Dolek, M.; Harpke, A.; Hermann, G.; Joger, H.G.; Kolligs, D.; Lange, A.; Müller, D.; Nunner, A.; Pollrich, S.; Reinelt, T.; Rennwald, E.; Schmitz, O.; Schönborn, C.; Schulze, W.; Schurian, K.; Strätling, R.; Wachlin, V. & Wiemers, M. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter und Widderchen (Lepidoptera: Papilionoidea et Zygaenidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (11): 94 S.