- Wissenschaftlicher Name
- Chorthippus apricarius (Linnaeus, 1758)
- Deutscher Name
- Feld-Grashüpfer
- Organismengruppe
- Heuschrecken und Fangschrecken
- Rote-Liste-Kategorie
- Vorwarnliste
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- mäßig häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- mäßiger Rückgang
- Kurzfristiger Bestandstrend
- mäßige Abnahme
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verschlechterung der Einstufung
- Kommentar zur Gefährdung
- Historisch waren die Landschaften Deutschlands deutlich kleinteiliger und somit strukturreicher als heute (Poschlod 2017, Fartmann et al. 2021). Als eine Charakterart der Säume (Fischer et al. 2020) gab es für Chorthippus apricarius früher folglich mehr geeignete Habitate (Wegränder, Feldraine, Randstreifen etc.) (Köhler 2020). Der langfristige Bestandstrend wird daher entsprechend Maas et al. (2011) als mäßig rückläufig eingeschätzt. Für den kurzfristigen Bestandstrend wurde eine mäßige Abnahme ermittelt (Bestandsveränderung: −13%). Trotz kleinräumiger Ausbreitung am westlichen Arealrand in Bremen/Niedersachsen (Hochkirch 2001) und Schleswig-Holstein (C. Winkler, schriftl. Mitteilung 2023) wird die Berechnung vom Autorenteam als realistisch eingeschätzt, da die Bestände der Art in vielen anderen Ländern derzeit abnehmen (Voith et al. 2016, Pfeifer et al. 2019, Köhler 2020, Detzel et al. 2022). Besonders stark sind die Bestandsverluste zum Beispiel im Altenburger Land (Thüringen): Im Rahmen einer Wiederholungsstudie konnte Worschech (2017) knapp 40% der bekannten Vorkommen nicht mehr bestätigen.
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Poniatowski, D.; Detzel, P.; Drews, A.; Hochkirch, A.; Hundertmark, I.; Husemann, M.; Klatt, R.; Klugkist, H.; Köhler, G.; Kronshage, A.; Maas, S.; Moritz, R.; Pfeifer, M.A.; Stübing, S.; Voith, J.; Winkler, C.; Wranik, W.; Helbing, F. & Fartmann, T. (2024): Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Fangschrecken (Orthoptera et Mantodea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (7): 88 S.