- Wissenschaftlicher Name
- Chaetopteroplia segetum (Herbst, 1783)
- Organismengruppe
- Blatthornkäfer
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Kurzfristiger Bestandstrend
- deutliche Zunahme
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verbesserung der Einstufung
- Kommentar zur Gefährdung
- Nur alte Meldungen ohne Beleg im Westen, möglicherweise in moderater Ausbreitung nach Nordwesten.
- Weitere Kommentare
- Aktuell in Deutschland im Osten verbreitete kontinentale Steppenart (westliche Verbreitungsgrenze?); aus dem Westen nur historische, meist einzelne, unbelegte Angaben aus Sandgebieten (Mainzer Sand, Lüneburger Heide) (Horion 1958, Niehuis 1987). In Frankreich beschränkt auf das Elsass (Paulian & Baraud 1982), jedoch nur alte Meldungen (Gangloff 1991). Aktuell in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen; erst seit den 1950er Jahren im Niederelbe-Gebiet etabliert (Gürlich et al. 2009), hier aktuell westlichster Fundort: Govelin 2019 (Gürlich mdl. 2019), Wiederfund auch bei Hannover: Wienhausen 2016 (Benisch mdl. 2019), möglicherweise Indizien für eine Arealerweiterung nach Nordwesten (Bleich et al. 2020). In Brandenburg lokal starke Populationen, aber nicht mehr allgemein in der Kulturlandschaft wie einst (Rößner 2012). Offenlandart, von der Ebene bis ins Hügelland, im Sandmagerrasen und in Steppenbiotopen sowie an Waldrändern.
- Arealrand
- Westlich
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Schaffrath, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 189-266