- Wissenschaftlicher Name
- Marsilea quadrifolia L.
- Deutscher Name
- Vierblättriger Kleefarn
- Organismengruppe
- Farn- und Blütenpflanzen
- Rote-Liste-Kategorie
- Vom Aussterben bedroht
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Daten ungenügend, evtl. erhöhte Verantwortlichkeit zu vermuten
- Aktuelle Bestandssituation
- extrem selten
- Langfristiger Bestandstrend
- starker Rückgang
- Kurzfristiger Bestandstrend
- Abnahme im Ausmaß unbekannt
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verbesserung der Einstufung
- Weitere Kommentare
- Marsilea quadrifolia galt seit 1964 als in Deutschland ausgestorben. Verschiedene Wiederfunde dieser auch in Gartenteichen kultivierten Art gehen zum Teil auf Ansalbungen zurück, doch wurde in Baden-Württemberg bei Rheinstetten in den 1990er Jahren ein als spontan eingestuftes Vorkommen entdeckt, das aber später wieder erloschen ist (Bennert 1999; Schiel & Hunger 2004). Daher wurden hier Wiederansiedlungs- und Schutzmaßnahmen durchgeführt (Radkowitsch 2010). 2002 wurde ein weiteres, ebenfalls als spontan eingestuftes Vorkommen bei Friesenheim entdeckt (Schiel & Hunger 2004), ein weiteres bei Neuried. Die Vorkommen der FFH-Art werden im Rahmen von Schutzprojekten betreut (Arten- und Biotopschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg, Umsetzung der FFH-Richtlinie; LUBW 2013).
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
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Metzing, D.; Garve, E.; Matzke-Hajek, G.; Adler, J.; Bleeker, W.; Breunig, T.; Caspari, S.; Dunkel, F.G.; Fritsch, R.; Gottschlich, G.; Gregor, T.; Hand, R.; Hauck, M.; Korsch, H.; Meierott, L.; Meyer, N.; Renker, C.; Romahn, K.; Schulz, D.; Täuber, T.; Uhlemann, I.; Welk, E.; Weyer, K. van de; Wörz, A.; Zahlheimer, W.; Zehm, A. & Zimmermann, F. (2018): Rote Liste und Gesamtartenliste der Farn- und Blütenpflanzen (Trachaeophyta) Deutschlands. – In: Metzing, D.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek, G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 7: Pflanzen. – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (7): 13-358.