- Wissenschaftlicher Name
- Bremia lactucae-Gruppe
- Synonyme bzw. Name in der vorherigen Roten Liste
- Bremia lactucae Regel s. l.
- Organismengruppe
- Phytoparasitische Kleinpilze
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Nicht bewertet
- Aktuelle Bestandssituation
- sehr häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- stabil
- Kurzfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Kommentar zur Taxonomie
- Die Gruppe entspricht der ehemaligen Sammelart Bremia lactucae ohne die Gattungen Novotelnova und Protobremia. Nach neueren Untersuchungen handelt es sich um einen Komplex aus hochspezialisierten Arten, von denen bisher erst ein Teil beschrieben ist, z.B. von Choi & Thines (2015) mit vielen molekularbiologisch untersuchten Belegen aus Deutschland. Außerdem sind die beschriebenen Arten z.T. nicht einheitlich und könnten weiter aufgespalten werden. Die Interpretation der phylogenetischen Arbeiten ist problematisch, weil dort Namen für die sequenzierten Belege in freier Form und ohne Berücksichtigung von taxonomischen und nomenklatorischen Konsequenzen vergeben wurden.
- Weitere Kommentare
- Die Zuordnung der Nachweise zu den Bremia-Arten innerhalb der Gruppe erfolgt hier nur provisorisch anhand der Gattungszugehörigkeit der Wirte in Anlehnung an Jage et al. (2017). Innerhalb der Wirtsgattungen wurde jedoch bisher nur ein Teil der befallenen Wirte mit modernen Methoden untersucht. Molekularbiologisch untersuchte Befälle auf Arctium lappa, A. tomentosum, Carduus acanthoides, C. crispus, Crepis capillaris, Hieracium aurantiacum, H. laevigatum, H. pilosella, H. piloselloides, Jurinea alata* und Onopordum acanthium aus Deutschland gehören zu mehreren noch unbeschriebenen Sippen, ein Beleg auf Crepis mollis wird als Bremia cf. lagoseridis bezeichnet (Choi & Thines 2015).
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
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Thiel, H.; Klenke, F.; Kruse, J.; Kummer, V. & Schmidt, M. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der phytoparasitischen Kleinpilze Deutschlands [Brandpilzverwandte (Exobasidiomycetes p.p., Ustilaginomycetes p.p.), Rostpilzverwandte (Kriegeriaceae p.p., Microbotryales, Pucciniales), Wurzelknöllchenpilze (Entorrhizaceae), Echte Mehltaupilze (Erysiphaceae), Falsche Mehltaue (Peronosporaceae p.p.) und Weißroste (Albuginaceae)]. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (5): 347 S.