- Wissenschaftlicher Name
- Pholidoptera griseoaptera (De Geer, 1773)
- Deutscher Name
- Gewöhnliche Strauchschrecke
- Organismengruppe
- Heuschrecken und Fangschrecken
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- sehr häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- stabil
- Kurzfristiger Bestandstrend
- stabil
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Kategorie unverändert
- Kommentar zur Gefährdung
- Pholidoptera griseoaptera gehört auf Basis der TK25-Rasterfelder zu den häufigsten Heuschreckenarten Deutschlands. Es ist daher wie bei Maas et al. (2011) von einer langfristig stabilen Bestandsentwicklung auszugehen. In den letzten 20 Jahren hat sich P. griseoaptera in einigen Mittelgebirgen Süd- und Westdeutschlands sowie im atlantisch geprägten nordwestdeutschen Tiefland ausgebreitet (u.a. Hochkirch 2001, Löffler et al. 2019, Fumy et al. 2020, Fartmann et al. 2021, Ogan et al. 2022). Der kurzfristige Bestandstrend spiegelt diese Entwicklung allerdings nicht wider. Berechnet wurde lediglich eine Bestandsveränderung von +2,6%. Dies entspricht der Kriterienklasse „stabil“. Möglicherweise haben sich die regionalen Zunahmen nicht auf die Rasterfrequenz ausgewirkt. P. griseoaptera war auch schon in den 1990er-Jahren (dem Referenzzeitraum) eine der am weitesten verbreiteten Arten Deutschlands (vgl. Maas et al. 2011). Den geschilderten Zunahmen stehen möglicherweise aber auch Abnahmen in den trockenen Landesteilen entgegen. Thorn et al. (2022) konnten für eine niederschlagsarme Region in Unterfranken beispielsweise eine signifikante Abnahme innerhalb der letzten 30 Jahre nachweisen. Laut Ingrisch (1988) benötigen die Eier der Art für eine erfolgreiche Embryogenese ausreichend Feuchtigkeit. In den kontinental geprägten Sandlandschaften Ostdeutschlands ist P. griseoaptera daher generell selten (vgl. Fartmann 1997, Maas et al. 2002). Der kurzfristige Bestandstrend sollte in den nächsten Jahren genau beobachtet werden. Im Moment hält das Autorenteam die Kriterienklasse „stabil“ für plausibel.
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
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Poniatowski, D.; Detzel, P.; Drews, A.; Hochkirch, A.; Hundertmark, I.; Husemann, M.; Klatt, R.; Klugkist, H.; Köhler, G.; Kronshage, A.; Maas, S.; Moritz, R.; Pfeifer, M.A.; Stübing, S.; Voith, J.; Winkler, C.; Wranik, W.; Helbing, F. & Fartmann, T. (2024): Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Fangschrecken (Orthoptera et Mantodea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (7): 88 S.