- Wissenschaftlicher Name
- Euheptaulacus villosus (Gyllenhal, 1806)
- Organismengruppe
- Blatthornkäfer
- Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Daten ungenügend, evtl. erhöhte Verantwortlichkeit zu vermuten
- Aktuelle Bestandssituation
- sehr selten
- Langfristiger Bestandstrend
- mäßiger Rückgang
- Kurzfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Kategorie unverändert
- Kommentar zur Verantwortlichkeit
- Anteil am Weltbestand und weltweite Gefährdung unklar.
- Kommentar zur Gefährdung
- Gefährdung der bei uns seit jeher seltenen Art durch nachlassende Weidehaltung von Huftieren und fortschreitende Sukzession sonnenexponierter Magerrasen.
- Weitere Kommentare
- In der Mitte und im Süden Deutschlands, nicht im Norden. Aktuell in Bayern: München, Fasanerie 2009, Nymphenburger Schlosspark 2018 (Fuchs mdl. 2019), Württemberg: Merklingen 2007, Gerhausen 2017, Storzingen 2019 (Reibnitz mdl. 2020), Hannover: Liebenburg 2001 (Schmidt mdl. 2020), Sachsen-Anhalt: Blankenburg 2011 (Schöne mdl. 2019) und Thüringen: Kolba/Pößneck 2010, Großliebringen 2012, Steigerthal 2015 (Kopetz & Weigel 2015). Art der offenen bis halboffenen Landschaft, von der Ebene bis ins Hügelland. Sehr lokal, isoliert und sporadisch an trockenen Wärmestellen im Magerrasen, dort manchmal in individuenreichen Populationen.
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Schaffrath, U. (2021): Rote Liste und Gesamtartenliste der Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea) Deutschlands. – In: Ries, M.; Balzer, S.; Gruttke, H.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G. & Matzke-Hajek , G. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 5: Wirbellose Tiere (Teil 3). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (5): 189-266