- Wissenschaftlicher Name
- Coregonus lucinensis Thienemann, 1933
- Deutscher Name
- Luzin-Maräne
- Organismengruppe
- Süßwasserfische und Neunaugen
- Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- In besonders hohem Maße verantwortlich
- Aktuelle Bestandssituation
- extrem selten
- Langfristiger Bestandstrend
- mäßiger Rückgang
- Kurzfristiger Bestandstrend
- stabil
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Kategorie unverändert
- Kommentar zur Verantwortlichkeit
- Deutschland ist in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung der in Deutschland endemischen Art verantwortlich. Weltweit wird die Art in die RL-Kategorie „Gefährdet“ eingestuft. Aufgrund der hohen nationalen Verantwortlichkeit für diese Art sind dringend Untersuchungen zur aktuellen Bestandssituation notwendig.
- Kommentar zur Gefährdung
- Diese ursprünglich in den oberen Feldberger Seen (Mecklenburg-Vorpommern) endemische „Tiefenmaräne“ beschränkt sich aktuell auf den Breiten Luzinsee. Dort ließ sich um 2001/2002 eine noch vitale Population feststellen (Waterstraat et al. 2003, Waterstraat et al. 2015). Die Bestandssituation wurde jedoch in den letzen 15 Jahren nicht untersucht. Da sich im Gegensatz zum Stechlinsee (siehe Coregonus fontanae) die Umweltbedingungen (Trophie) seitdem nicht verschlechtert haben, wird die bereits 2009 vorgenommene Einstufung mit dem Ergebnis RL-Kategorie „Stark gefährdet“ beibehalten. Zur Absicherung dieser Art (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer) sollten mittelfristig auch Maßnahmen zur Wiederbesiedlung aller vormals besiedelten Seen ergriffen werden.
- Endemit
- Taxon, das weltweit nur in Deutschland vorkommt
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Freyhof, J.; Bowler, D.; Broghammer, T.; Friedrichs-Manthey, M.; Heinze, S. & Wolter, C. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der sich im Süßwasser reproduzierenden Fische und Neunaugen (Pisces et Cyclostomata) Deutschlands – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6): 63 S.