- Wissenschaftlicher Name
- Lithobius schuleri Verhoeff, 1927
- Organismengruppe
- Hundertfüßer und Doppelfüßer
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Daten ungenügend, evtl. erhöhte Verantwortlichkeit zu vermuten
- Aktuelle Bestandssituation
- mäßig häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- stabil
- Kurzfristiger Bestandstrend
- stabil
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Rote-Liste-Kategorie nicht übertragbar; z.B. für ein Taxon, welches in der alten Roten Liste steht, jedoch nicht im identischen taxonomischen Umfang bewertet ist
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Kommentar zur Taxonomie
- Das als Unterart von L. erythrocephalus C. L. Koch, 1847 beschriebene Taxon L. schuleri Verhoeff, 1927 wurde 1994 in den Artstatus erhoben (Zapparoli 1994). In der vorherigen Roten Liste (Decker et al. 2016) lagen noch keine Daten zur Verbreitung der Art in Deutschland vor, so dass L. schuleri noch nicht von L. erythrocephalus getrennt betrachtet wurde. Die beiden Arten sind sich morphologisch sehr ähnlich, unterscheiden sich aber molekulargenetisch sehr deutlich (Decker et al. 2025). Es sind daher noch weitere taxonomische Arbeiten zur eindeutigen morphologischen Differenzierung der beiden Arten in den (sub)montanen Lagen nötig.
- Weitere Kommentare
- Die Verbreitung dieser Art konnte nur teilweise geklärt werden (Decker et al. 2025). Mittels DNA-Barcoding gesicherte Nachweise von L. schuleri stammen alle aus den hochmontanen bis hochalpinen Lagen Bayerns (Decker et al. 2025). Im Gegensatz dazu stammen die sicheren Nachweise von L. erythrocephalus aus der planaren bis submontanen Stufe. Bei mehreren Populationen in der Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge und in der südlichen Oberlausitz ist es bisher noch unklar, ob diese L. schuleri oder L. erythrocephalus zugerechnet werden können. Dennoch konnten die Kriterienklassen der aktuellen Bestandssituation, des langfristigen und des kurzfristigen Bestandstrends für alle übrigen Bestände eingeschätzt werden.
- Arealrand
- Nördlich
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Decker, P.; Burkhardt, U.; Hauser, H.; Lindner, E.N.; Moritz, L.; Reip, H.; Spelda, J. & Voigtländer, K. (2026): Rote Liste und Gesamtartenliste der Hundertfüßer und Doppelfüßer (Myriapoda: Chilopoda et Diplopoda) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (12): 83 S.