- Wissenschaftlicher Name
- Oedipoda caerulescens (Linnaeus, 1758)
- Deutscher Name
- Blauflügelige Ödlandschrecke
- Organismengruppe
- Heuschrecken und Fangschrecken
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- häufig
- Langfristiger Bestandstrend
- deutliche Zunahme
- Kurzfristiger Bestandstrend
- deutliche Zunahme
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Vorwarnliste
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verbesserung der Einstufung
- Kommentar zur Gefährdung
- Oedipoda caerulescens gehört zu den Profiteuren des Klimawandels (Poniatowski et al. 2018). Die Art hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren in weiten Teilen Deutschlands ausgebreitet (Pfeifer et al. 2019, Köhler 2020, Winkler & Haacks 2019, Hafner & Zimmermann 2019, Maas & Staudt 2020, Ogan et al. 2022, Thorn et al. 2022). Auf Bundesebene gilt O. caerulescens inzwischen nicht mehr als mäßig häufig, sondern als häufig. Berechnet wurde eine kurzfristige Bestandsveränderung von +34%. Diese deutliche Zunahme relativiert den starken Bestandsrückgang, den die Art ehemals erfahren hat (Maas et al. 2002, Maas et al. 2011, Reinhardt et al. 2005, Poniatowski et al. 2020). So ist inzwischen auch beim langfristigen Bestandstrend von einer deutlichen Zunahme auszugehen (vor 1990: 513 besetzte TK25-Rasterfelder; 2000 bis 2020: 1033 besetzte TK25-Rasterfelder). Ob diese positive Entwicklung in den nächsten Jahren anhält, bleibt abzuwarten. Dies wird im starken Maße von der Verfügbarkeit besiedelbarer Habitate abhängen. Hierzu zählen hauptsächlich Standorte mit spärlichem Bewuchs wie Halbtrockenrasen, Silbergrasfluren, Schotterbänke, Gleisanlagen, Industriebrachen, Böschungen, Sand- und Kiesgruben, Steinbrüche und Weinberge (Maas et al. 2002, Wranik et al. 2008, Straube 2013, Fischer et al. 2020).
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Poniatowski, D.; Detzel, P.; Drews, A.; Hochkirch, A.; Hundertmark, I.; Husemann, M.; Klatt, R.; Klugkist, H.; Köhler, G.; Kronshage, A.; Maas, S.; Moritz, R.; Pfeifer, M.A.; Stübing, S.; Voith, J.; Winkler, C.; Wranik, W.; Helbing, F. & Fartmann, T. (2024): Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Fangschrecken (Orthoptera et Mantodea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (7): 88 S.