- Wissenschaftlicher Name
- Tachysurus sinensis Lacépède, 1803
- Deutscher Name
- Gelber Drachenwels
- Organismengruppe
- Süßwasserfische und Neunaugen
- Rote-Liste-Kategorie
- Nicht etabliert (keine Rote-Liste-Kategorie)
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Nicht etabliert (keine Verantwortlichkeitskategorie)
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Kein Nachweis, nicht gelistet ohne es ausdrücklich auszuschließen oder kein etabliertes Vorkommen nachgewiesen (auch nicht unter einem anderen Namen).
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Weitere Kommentare
- Gelbe Drachenwelse wurden erstmals 2018 in Bayern in mehreren Altwassern der Donau zwischen Geisling und Straubing nachgewiesen (Härtl et al. 2018). Dort scheint sich die Art zu halten und auch auszubreiten. Sie erfüllt jedoch nicht die Etablierungskriterien für die bundesweiten Roten Listen (Ludwig et al. 2009). Die Autoren und Autorinnen der Roten Liste gehen davon aus, dass die Art über ein beträchtliches invasives Potenzial verfügt. Es wird daher empfohlen, gemäß § 40 Abs. 3 BNatSchG Maßnahmen zur Beseitigung der bereits vorhandenen Populationen anzuordnen bzw. durchzuführen, um eine Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen oder Arten abzuwehren. Gelbe Drachenwelse waren zumindest 2012 und 2014 im Aquarienhandel verfügbar (Aquarium Glaser, E. Mosch, pers. Mitteilung) und könnten ausgesetzt worden sein. Allerdings wird auch die Möglichkeit eines Eintrages über Fischimporte für die Teichwirtschaft diskutiert. In China ist dieser Wels sehr weit verbreitet und besiedelt eine große Bandbreite auch stark beeinträchtigter Gewässer.
- Einbürgerungsstatus
- Unbeständige
- Quelle
-
Freyhof, J.; Bowler, D.; Broghammer, T.; Friedrichs-Manthey, M.; Heinze, S. & Wolter, C. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der sich im Süßwasser reproduzierenden Fische und Neunaugen (Pisces et Cyclostomata) Deutschlands – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6): 63 S.