- Wissenschaftlicher Name
- Gymnocephalus ambriaelacus Geiger & Schliewen, 2010
- Deutscher Name
- Ammersee-Kaulbarsch
- Organismengruppe
- Süßwasserfische und Neunaugen
- Rote-Liste-Kategorie
- Extrem selten
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- In besonders hohem Maße verantwortlich
- Aktuelle Bestandssituation
- extrem selten
- Langfristiger Bestandstrend
- stabil
- Kurzfristiger Bestandstrend
- stabil
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Rote-Liste-Kategorie nicht übertragbar; z.B. für ein Taxon, welches in der alten Roten Liste steht, jedoch nicht im identischen taxonomischen Umfang bewertet ist
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Kommentar zur Taxonomie
- Dieser Kaulbarsch ist im Ammersee (Bayern) endemisch. Nach Daten von Effenberger et al. (2021) scheint es in der Amper eine Überschneidung des Vorkommens mit dem des Donau-Kaulbarschs Gymnocephalus baloni zu geben. Ob es zwischen beiden Arten zu einer Hybridisierung kommen kann bzw. ob Gymnocephalus ambriaelacus nur eine Seenpopulation von Gymnocephalus baloni ist, ist nach Einschätzungen von Effenberger et al. (2021) unklar.
- Kommentar zur Verantwortlichkeit
- Deutschland ist in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung der in Deutschland endemischen Art verantwortlich. In der noch aktuellen Version der globalen Gefährdungseinschätzung der IUCN wird Gymnocephalus ambriaelacus als vom Aussterben bedroht eingestuft. Die Autoren und Autorinnen der vorliegenden Roten Liste folgen dieser Einschätzung nicht und bewerten die endemische Art als weltweit ungefährdet.
- Endemit
- Taxon, das weltweit nur in Deutschland vorkommt
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Freyhof, J.; Bowler, D.; Broghammer, T.; Friedrichs-Manthey, M.; Heinze, S. & Wolter, C. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der sich im Süßwasser reproduzierenden Fische und Neunaugen (Pisces et Cyclostomata) Deutschlands – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6): 63 S.