- Wissenschaftlicher Name
- Lagenorhynchus albirostris Gray, 1846
- Deutscher Name
- Weißschnauzendelfin
- Organismengruppe
- Säugetiere
- Rote-Liste-Kategorie
- Extrem selten
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- extrem selten
- Langfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Kurzfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Kein Nachweis, nicht gelistet ohne es ausdrücklich auszuschließen oder kein etabliertes Vorkommen nachgewiesen (auch nicht unter einem anderen Namen).
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
- Weitere Kommentare
- Weißschnauzendelfine sind die größten regelmäßig in Deutschland vorkommenden Delfine. Sie bevorzugen kühlere nordatlantische Regionen. Sichtungen aus Monitoringprogrammen in der AWZ belegen, dass die Nordsee zum Lebensraum dieser Art gehört. Funde von Fossilien zeigen, dass sie bereits in der letzten glazialen Periode in Deutschland vorkamen (Galatius & Kinze 2016). Insgesamt lässt die Anzahl der Beobachtungen den Schluss zu, dass diese Art die deutsche Nordsee zumindest in den Monaten Mai bis August regelmäßig nutzt. So sind insgesamt 224 erfasste Individuen bei 70 Sichtungen in der ESAS Datenbank (1990–2018) dokumentiert, davon fallen allein 44 Sichtungen in den Zeitraum von 2010 bis 2018 (Borkenhagen, pers. Mitt.).
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Meinig, H.; Boye, P.; Dähne, M.; Hutterer, R. & Lang, J. (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (2): 73 S.