- Wissenschaftlicher Name
- Spinachia spinachia (Linnaeus, 1758)
- Deutscher Name
- Seestichling
- Organismengruppe
- Meeresfische und -neunaugen
- Rote-Liste-Kategorie
- Ungefährdet
- Verantwortlichkeit Deutschlands
- Allgemeine Verantwortlichkeit
- Aktuelle Bestandssituation
- selten
- Langfristiger Bestandstrend
- Daten ungenügend
- Kurzfristiger Bestandstrend
- deutliche Zunahme
- Vorherige Rote-Liste-Kategorie
- Stark gefährdet
- Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
- Aktuelle Verbesserung der Einstufung
- Kommentar zur Gefährdung
- Aufgrund eines Kenntniszuwachses wurde beim Seestichling die aktuelle Bestandssituation von der Kriterienklasse „sehr selten“ zu „selten“ angehoben. Der langfristige Bestandstrend wurde wegen Kenntniszuwachs von der Kriterienklasse „starker Rückgang“ auf „Daten ungenügend“ geändert, da sich die Informationen aus relevanten Surveys, die als wichtige Orientierungshilfe für die Experteneinschätzung dienten, stark widersprechen. Während z.B. die Präsenzen in der deutschen Nordsee im IBTS in den 1990er Jahren ihr Maximum haben, sind sie im DYFS im gleichen Zeitraum auf einem Minimum. Dagegen zeigen die Präsenzen im DYFS in den 1970er Jahren ihr Maximum, während sie im IBTS im gleichen Zeitraum ein Minimum haben. Ein Rückgang im langfristigen Bestandstrend konnte deshalb und wegen des Fehlens geeigneter sonstiger Informationen zur Bestandsentwicklung der Art in noch weiter zurückliegenden Zeitperioden nicht bestätigt werden und die Einschätzung der vorherigen Roten Liste wurde revidiert. Der kurzfristige Bestandstrend wurde wegen realer Veränderungen von der Kriterienklasse „stabil“ auf „deutliche Zunahme“ angehoben, da die Präsenzen der Art in den deutschen Meeresgebieten im Zeitraum von 2002 bis 2021 eine deutliche Zunahme zeigen. Dadurch änderte sich die RL-Kategorie von „Stark gefährdet“ in der vorherigen Roten Liste zur RL-Kategorie „Ungefährdet“. OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird der Seestichling für die gesamte Ostsee als ungefährdet (Least Concern) eingestuft. Das entspricht auch der Einstufung in der vorliegenden Roten Liste für die deutsche Ostsee.
- Einbürgerungsstatus
- Indigene oder Archäobiota
- Quelle
-
Thiel, R.; Winkler, H.M.; Sarrazin, V.; Böttcher, U.; Dänhardt, A.; Dorow, M.; Dureuil, M.; George, M.; Kuhs, V.N.; Oesterwind, D.; Probst, W.N.; Schaarschmidt, T. & Vorberg, R. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Fische und Neunaugen (Elasmobranchii, Actinopterygii & Petromyzontida) der marinen Gewässer Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (9): 119 S.