Zertifizierte Kurse in vier Kenntnisstufen
Durch das Angebot taxonomischer Weiterbildungskurse möchte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des EU-Bestäubermonitorings unterstützen. Dafür werden mehrtägige Kurse in verschiedenen Ländern angeboten. Sie werden in vier Kenntnisstufen durchgeführt, die Teilnehmenden erhalten ein entsprechendes Zertifikat. Die Kurse selbst sind kostenfrei, Fahrtkosten und Unterkunft müssen in der Regel selber getragen werden.
Es fehlen Artenkenner und Artenkennerinnen für das Monitoring
Mit der Wiederherstellungsverordnung (Artikel 10) werden die EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ein Bestäubermonitoring durchzuführen. Die Kommission hat die konzeptionellen Grundlagen für ein EU-weites einheitliches Monitoring erarbeiten lassen (STING II-Report). Dieses dient nun als Basis für die Aushandlung eines sogenannten „1. Delegierten Aktes“, der verbindlich die Methoden des Bestäubermonitorings festlegt.

Zentrale Artengruppen des Monitorings werden zunächst Tagfalter, Wildbienen und Schwebfliegen sein, die auf einer repräsentativen Flächenkulisse mittels Transekten regelmäßig erfasst werden sollen. In Deutschland sollen diese Erhebungen in das bundesweite Insektenmonitoring integriert werden.
Mit dem Weiterbildungsangebot im Rahmen des EU-Projektes „European Pollinator Identification Courses“ (EPIC) möchte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, Artenkenner und Artenkennerinnen auszubilden, die bestenfalls zukünftig zur Kartierung für das Bestäubermonitoring zur Verfügung stehen.
Anmeldung
Informationen zu den Kursen, Teilnahmebedingungen und Deadlines für die Bewerbung sind in nachfolgenden Dokumenten zu finden:
(Artikel veröffentlicht am 26.3.2025)