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Scientific name
Rupicapra rupicapra (Linné, 1758)
German name
Gämse
Group of organisms
Mammalia
Red List Category
Near Threatened
Responsibility of Germany
General responsibility
Current population status
rare
Long-term population trend
constant
Short-term population trend
constant
Risiko/stabile Teilbestände
Negative risk factor(s) is/are known
Risk factors
Increasing direct impacts, e. g. construction projects
Increasing indirect impacts, e. g. deterioration of habitat quality
Previous Red List Category
Not Threatened
Change of category compared to previous Red List
Current downgrading of Red List Category
Comment on threat
Deutschland ist verpflichtet, regelmäßig ein Monitoring seiner Gämsenbestände (FFH-Art, Anhang V) durchzuführen und über die Ergebnisse zu berichten. Bis auf die Jagdstrecken liegen jedoch kaum Daten vor. Durch die gebietsweise Aufhebung der Schonzeiten (Regierung von Oberbayern 2014) und stärkere Bejagung, die mit waldbaulichen Zielen begründet wird, aber oft ohne Rücksicht auf Alters- und Geschlechterstruktur stattfindet, nehmen die Gämsenbestände in Bayern vielerorts ab (Aulagnier et al. 2008, Deutsche Wildtier Stiftung 2018). Zusätzlich kommt es durch falsches Weidemanagement (z. B. Mason et al. 2014) und den zunehmenden alpinen Tourismus zu häufigerem Stress (z. B. Gander & Ingold 1997, Schnidrig-Petrig & Ingold 2001), vor allem während der Setzzeit und des Winters. In dieser Jahreszeit mit reduzierter Stoffwechselaktivität wirken sich Störungen jeglicher Art besonders negativ auf die Kondition der Tiere aus (Arnold 2015). Unter dem Einfluss der Störungen und des veränderten Klimas mit immer höheren Durchschnittstemperaturen (Arnold 2015) müssen Gämsen in die höchsten Lagen ausweichen, wo das Nahrungsangebot eingeschränkt ist (Mason et al. 2014). (Abb. 17)
Source

Meinig, H.; Boye, P.; Dähne, M.; Hutterer, R. & Lang, J. (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (2): 73 S.