Von diesem (ehemaligen) Bewohner von Sand- und Kiesbänken sind aus Deutschland nur wenige Nachweise aus den Flusstälern von Isar (letzter Nachweis: 1939) und Lech (letzter Nachweis: 1919) bekannt, während die Art außerhalb Deutschlands noch in den Alpentälern größerer Flüsse und Bäche vorkommt. Die Flussläufe von Isar und Lech sind in Deutschland bereits seit Jahrzehnten wasserbaulich durch Begradigung und Stauhaltung erheblich verändert. Dadurch ist die für Bildung von Sandbänken oder mit Sand durchsetzten Kiesbänken erforderliche Hochwasserdynamik erheblich gemindert. Malaisefallen-Untersuchungen an den Oberläufen von Isar und Lech in den deutschen Alpen haben keine Nachweise erbracht. Die wenigen Nachsuchen im Alpenvorland sind bisher ebenfalls ergebnislos geblieben. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Art an Flussabschnitten mit etwas stärker verbliebener Hochwasserdynamik noch vorkommt, z.B. an der Ammer. Nach aktueller Datenlage muss sie jedoch als „Ausgestorben oder verschollen“ geführt werden.
Status
Indigenes or Archaeobiota
Source
Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.