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Scientific name
Zygaena angelicae Ochsenheimer, 1808
German name
Ungeringtes Kronwicken-Widderchen
Group of organisms
Tagfalter und Widderchen
Red List Category
Endangered
Responsibility of Germany
General responsibility
Current population status
very rare
Long-term population trend
moderate decline
Short-term population trend
moderate decrease
Previous Red List Category
Red List Category not transferable; e. g. for a taxon that has been listed in the previous Red List but not in identical taxonomic coverage.
Change of category compared to previous Red List
The change of category is not assessable, for example because the previous Red List does not list the taxon or the taxon has not been assessed in the previous Red List.
Comment on taxonomy
Die Taxa Z. angelicae (Ochsenheimer 1808), Z. transalpina (Esper, 1780) und Z. hippocrepides (Hübner, 1799) gehören zum taxonomisch schwierig aufzulösenden Z. transalpina-Komplex (Reumont et al. 2012). In der vorliegenden Roten Liste wird der taxonomischen Auffassung von Hofmann (1994) und Hofmann & Tremewan (2010) gefolgt, wonach Z. angelicae als eigenständige Art mit den Unterarten Z. angelicae angelicae, Z. angelicae rhatisbonenis und Z. angelicae elegans behandelt wird. Die Verbreitung des nominotypischen Taxons reicht von Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ostdeutschland und Österreich über den Nahen Osten bis Westrussland (Ural). Aus Deutschland waren ehemals nur sichere Angaben aus Sachsen bekannt (Hofmann & Tremewan 2020). Auf den Flussschottern der Isar (Pupplingerau) südlich von München existieren aktuell Populationen der als Subspezies Z. angelicae isaria Burgeff, 1926, beschriebenen Unterart, welche als Synonym der Nominatform Z. angelicae angelicae angesehen wird. Die zoogeographische Zuordnung bedarf allerdings einer neueren Überprüfung, da an diesem Standort auch Tiere mit angedeutetem sechstem Fleck vorkommen. Z. angelicae elegans hat ihren Verbreitungsschwerpunkt auf der Schwäbischen Alb (Dalüge et al. 2025). Z. angelicae rhatisbonenis ist vor allem von der Fränkischen Alb sowie aus Mainfranken und entlang der Fränkischen Saale bis in den Süden Thüringens bekannt. Alle drei Unterarten lassen sich räumlich gut abgrenzen. Zudem gibt es Unterschiede bezüglich der Raupennahrungspflanzen und Habitate. Daher wurde in der vorliegenden Roten Liste eine getrennte Bewertung vorgenommen. In der vorherigen Roten Liste wurde dagegen nur die Unterart Z. angelicae elegans separat bewertet, während Z. angelicae angelicae und Z. angelicae rhatisbonenis als „nicht-elegans-Formen“ zusammengefasst wurden.
Status
Indigenes or Archaeobiota
Source

Musche, M.; Albrecht, M.; Becker, J.; Bittermann, J.; Blanckenhagen, B. von; Böck, O.; Caspari, A.; Caspari, S.; Dolek, M.; Harpke, A.; Hermann, G.; Joger, H.G.; Kolligs, D.; Lange, A.; Müller, D.; Nunner, A.; Pollrich, S.; Reinelt, T.; Rennwald, E.; Schmitz, O.; Schönborn, C.; Schulze, W.; Schurian, K.; Strätling, R.; Wachlin, V. & Wiemers, M. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter und Widderchen (Lepidoptera: Papilionoidea et Zygaenidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (11): 94 S.