Der Kenntniszuwachs zu den Vorkommen der Art in Deutschland ist neben einer Intensivierung der Erfassungstätigkeiten im deutschen Alpenraum auch auf die neuen Nachweise aus dem Schwarzwald und dem Elbsandsteingebirge zurückzuführen. Aus diesen Mittelgebirgen war die Art bei der ersten Fassung der Roten Liste noch nicht belegt. Von einer Ausbreitung wird nicht ausgegangen. Vielmehr wurden die eher kleinen Populationen in diesen Mittelgebirgen in der Vergangenheit vermutlich übersehen. Ob sich die Habitatbedingungen im Schwarzwald (Wolff et al. 2021) oder im Elbsandsteingebirge (Kästner 2019) für diese auf Totholz angewiesene Art verschlechtert haben, lässt sich derzeit nicht sicher beurteilen. Deshalb wird davon Abstand genommen, die Bestandstrends als „unbekannt“ zu klassifizieren. Dies würde der Situation im Hauptareal nicht gerecht werden. Da dennoch nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Bestandstrends zu positiv bewertet wurden, sollten zukünftig die Verbreitung und die Einnischung der Art in den Mittelgebirgen intensiver untersucht werden.
Status
Indigenes or Archaeobiota
Source
Wolff, D. & Kästner, T. (2025): Rote Liste und Gesamtartenliste der Raubfliegen (Diptera: Asilidae) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (10): 82 S.