Wie lässt sich die Artenkenntnis fördern?

Wer kennt sich mit welchen Artengruppen aus? Wo gibt es den größten Bedarf zur Förderung der Artenkenntnis? Und welche Schulungsformen sind geeignet? An einer Umfrage des Verbundprojekts „KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen" können Interessierte noch bis zum 7. Februar teilnehmen.

Es gibt immer weniger Menschen, die Tier-, Pflanzen- oder Pilzarten genau bestimmen können. Das neue Projekt „KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt – soll dazu beitragen, dass zukünftig wieder mehr Fachleute in Sachen Artenkenntnis für den Naturschutz unterwegs sind. In den kommenden sechs Jahren soll ein mehrstufiges Schulungssystem mit einem Schwerpunkt auf Insekten entwickelt und bundesweit erprobt werden.

In diesem Rahmen findet jetzt eine Online-Umfrage zur Bedarfsanalyse statt. Sie richtet sich an alle Naturfreundinnen und Naturfreunde, die sich haupt- und ehrenamtlich, beruflich oder privat für die Biologische Vielfalt sowie für die Förderung der Artenkenntnis interessieren. Die Befragten sollen mitteilen, bei welchen Organismengruppen sie den größten Bedarf zur Förderung der Artenkenntnis sehen, an welchen Tieren und Pflanzen sie selbst Interesse haben und welche Schulungsformen sie für besonders geeignet halten.

Die Umfrage läuft noch bis zum 7. Februar 2021: www.soscisurvey.de/KennArt/

Die Umfrage wird von der NABU-Naturschutzstation Münsterland sowie vom Zentrum für Biodiversitätsmonitoring am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durchgeführt. Das Verbundprojekt „KennArt“ wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Weitere Informationen:  „KennArt– Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen

Man könnte sie für eine kleine Hummel halten: Die Bunte Erzschwebfliege (Cheilosia illustrata) gehört aber nicht zur Bienenverwandtschaft, sondern – wie der deutsche Name verrät – zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae). Die auf den ersten Blick täuschende Ähnlichkeit mit einer wehrhaften Art schützt sie vor Fressfeinden. Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek

Man könnte sie für eine kleine Hummel halten: Die Bunte Erzschwebfliege (Cheilosia illustrata) gehört aber nicht zur Bienenverwandtschaft, sondern – wie der deutsche Name verrät – zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae). Die auf den ersten Blick täuschende Ähnlichkeit mit einer wehrhaften Art schützt sie vor Fressfeinden. Hier die Rote-Liste-Daten zur Erzschwebfliege.

Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek