Weltbienentag am 20. Mai

Die Rote Liste der Bienen Deutschlands verzeichnet rund 48 % der bewerteten Bienenarten als bestandsgefährdet oder schon ausgestorben. Nur etwa 37 % gelten als ungefährdet. Der Rest ist entweder extrem selten (5 %), steht auf der Vorwarnliste (8 %) oder kann mangels ausreichender Daten nicht eingestuft werden (3 %).

Alljährlich am 20. Mai weist der Weltbienentag der Vereinten Nationen (UN) auf die Schutzbedürftigkeit von Bienen und ihre Bedeutung als Bestäuber für die weltweite Ernährungsicherheit hin.

Zu den Bienen (Hymenoptera: Apidae) zählen bei uns neben der bekannten Honigbiene auch fast 40 Hummelarten und mittlerweile mehr als 560 weitere Arten von Wildbienen. Eine Gesamtartenliste mit Angabe der Gefährdungskategorie der bei der Erstellung der Roten Liste 557 bewerteten Bienenarten ist auf der Website des Rote-Liste-Zentrums zu finden, ebenso wie Artenportraits, u.a. zur Filzbiene.

In Deutschland geben die „Roten Listen“ Auskunft über den Bestand von Tieren, Pflanzen und Pilzen und zeigen den vordringlichen Handlungsbedarf im Artenschutz auf. Sie dokumentieren auf wissenschaftlicher Grundlage und in verdichteter Form die Gefährdung der heimischen Arten. Damit sind sie ein stets verfügbares Fachgutachten, ein Frühwarnsystem für die Entwicklung der biologischen Vielfalt, eine Argumentationshilfe für umweltrelevante Planungen und Datenquelle für gesetzgeberische Maßnahmen.

Weitere Informationen:

Neben dem „Haustier" Honigbiene kommen in Deutschland rund 600 weitere Bienenarten vor.

Neben dem „Haustier" Honigbiene kommen in Deutschland rund 560 weitere Bienenarten vor. Viele von ihnen sind auf bestimmte Blüten spezialisiert. So besucht die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) vorwiegend Blüten der Zaunwicke. Die Männchen dieser Wildbienenart besitzen fast körperlange Antennen. Artensteckbrief Langhornbiene

Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek.