Tag des Artenschutzes - Rote Listen informieren über Gefährdung von Tieren, Pflanzen, Pilzen

Die Roten Listen Deutschlands verzeichnen 34 % der Wirbeltiere als bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben, 34 % der Wirbellosen Tiere, 31 % der Pflanzen und 20% der Pilze und Flechten. Zu den gefährdeten Arten gehören unter anderem Gartenschläfer, Feldhase, Wiedehopf, Blauschillernder Feuerfalter oder Fieberklee. Alljährlich am 3. März weist der Tag des Artenschutzes auf die Schutzbedürftigkeit bedrohter wildlebender Tiere und Pflanzen hin.

In Deutschland geben die „Roten Listen“ Auskunft über den Bestand von Tieren, Pflanzen und Pilzen und zeigen den vordringlichen Handlungsbedarf im Artenschutz auf. Sie dokumentieren auf wissenschaftlicher Grundlage und in verdichteter Form die Gefährdung der heimischen Arten. Damit sind sie ein stets verfügbares Fachgutachten, ein Frühwarnsystem für die Entwicklung der biologischen Vielfalt, eine Argumentationshilfe für umweltrelevante Planungen und Datenquelle für gesetzgeberische Maßnahmen.

Der sehr seltene Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle) ist in der Roten Liste der Tagfalter Deutschlands als stark gefährdet eingestuft

Der sehr seltene Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle) ist in der Roten Liste der Tagfalter Deutschlands als stark gefährdet eingestuft.

Foto: Dr. Steffen Caspari

Die Artensuchmaschine des Rote-Liste-Zentrums bietet Daten aus den bundesweiten Roten Listen und informiert über Gefährdungskategorie, Bestandssituation und Bestandsentwicklung von mehr als 30.000 Tieren, Pflanzen und Pilzen in Deutschland.

Der Tag des Artenschutzes erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch "CITES") am 3. März 1973 in Washington.

Weitere Informationen:

- Blauschillernder Feuerfalter, Artportrait

- Tag des Artenschutzes

Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES)

- Umsetzung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in der Bundesrepublik Deutschland

 In der aktuellen Rote Liste der Brutvögel ist der Wiedehopf (Upupa epops) als gefährdet eingestuft.

In der aktuellen Rote Liste der Brutvögel ist der Wiedehopf (Upupa epops) als gefährdet eingestuft.

Foto: Johannes Karich