Schulungen für Freilanderhebungen von Wildbienen: Mitarbeit im Richtlinienausschuss

Es gibt immer weniger Fachleute, die ein systematisches Biodiversitätsmonitoring bei schwer bestimmbaren Arten durchführen können. Im Rahmen des Projektes „BienABest“ wird deshalb eine Richtlinie zu standardisierten Schulungen von Wildbienensachverständigen erarbeitet. Im Richtlinienausschuss können Fachleute ehrenamtlich mitwirken, Bewerbungen sind willkommen.

Taxonomen und Taxonominnen, die ein systematisches Biodiversitätsmonitoring durchführen können, sind vor dem Hintergrund des weltweiten Insektenrückgangs dringend gefragt. In Deutschland mangelt es jedoch insbesondere an Fachleuten für schwer bestimmbare Artengruppen, wie beispielsweise der Wildbienen. Im Rahmen des Projektes „BienABest – Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft“ wird deswegen die Richtlinie „Biodiversität – Schulungen für Freilanderhebungen von Wildbienen“ erarbeitet. Die konstituierende Sitzung des Richtlinienausschusses findet voraussichtlich im Herbst/Winter 2020 in Stuttgart statt. Dafür werden noch ehrenamtlich Mitwirkende gesucht.

Die Maskenbiene Hylaeus variegatus steht in der Roten Liste der Bienen Deutschlands auf der Vorwarnliste.

Die Maskenbiene Hylaeus variegatus steht in der Roten Liste der Bienen Deutschlands auf der Vorwarnliste (Steckbrief). Die Weibchen der Art unterscheiden sich von denen der meisten anderen Hylaeus-Arten durch ihre rot-braune Hinterleibsbasis.

Foto: Dr. Günter Matzke-Hajek.

Ziel ist es, Vorgaben zu den notwendigen Vorkenntnissen der Teilnehmenden, zum Ablauf der Schulungen und den Wildbienengruppen, die für Einstiegsschulungen und für fortgeschrittene Wildbienensachverständige geeignet sind, zu erarbeiten. Außerdem sollen standardisierte Schulungsunterlagen erarbeitet werden, die die Akteure befähigen sollen, selbst standardisierte Schulungen durchzuführen.

Das Verbundprojekt BienABest „Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft“ hat zum Ziel, die Ökosystemleistung „Bestäubung durch Wildbienen“ zu sichern und zu steigern. Es wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Wer Interesse hat, aktiv in dem Richtlinienausschuss mitzuarbeiten, findet hier weitere Informationen:
Bewerbung Richtlinienausschuss
Projekt BienABest