Aufbaukurs „Moose bestimmen“ – Bewerbung bis 12. August

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiter*innen in Naturschutz- und Forstbehörden, Gutachter- und Planungsbüros, Umweltverbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Naturkundemuseen, Bildungseinrichtungen und Biologischen/Ökologischen Stationen sowie an Ehrenamtler*innen und Studierende mit fundierten Vorkenntnissen.

Artenkenntnis fördern

Der mehrtägige Aufbaukurs „Moose bestimmen“ in Münster vertieft die Kenntnisse zu den rund 200 häufigsten heimischen Moosen und ihren Lebensräumen. Nach einer kurzen Auffrischung zu Lebenszyklus, Systematik und Morphologie von Laub- und Lebermoosen werden gängige Bestimmungsbücher und weitere Fachliteratur zum Thema Moose vorgestellt.

Zentrales Anliegen des Kurses ist die Bestimmung am Mikroskop. Zwei ganztägige und mehrere kürzere Exkursionen bieten die Gelegenheit viele der Arten in ihren jeweiligen Habitaten kennenzulernen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden in einer Selbstlernphase im Umfang von ca. 1,5 Arbeitstagen eigenständig Arten bestimmen und ein kleines Herbarium anlegen. Der Kursumfang beträgt insgesamt rund 60 Stunden.

Die Kursteilnahme ist aufgrund einer Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) kostenlos.

Interessierte können sich online bis zum 12.08.2022 bewerben

Informationen zu den nötigen Vorkenntnissen, den Kursterminen, dem Kursprogramm sowie das Bewerbungsformular gibt es beim Veranstalter KennArt auf www.artenkenntnis.de.

Mit dem Verbundprojekt „KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen“ möchten die NABU-Naturschutzstation Münsterland und das Zentrum für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig die Zahl der Artenkenner*innen erhöhen. Sie nimmt schon seit Jahren immer weiter ab.

KennArt bietet Grund-, Aufbau- und Vertiefungskursen für verschiedene Organismengruppen an, u.a. für Gräser, Moose, Käfer, Libellen, Hautflügler und Wildbienen.

Das Zwerg-Filzmützenmoos (Pogonatum nanum) gehört zu den Laubmoosen und ist laut Rote Liste stark gefährdet. Es wächst an nährstoffarmen, sauren Rohbodenstandorten und ist empfindlich gegenüber Stickstoffeinträgen

Das Zwerg-Filzmützenmoos (Pogonatum nanum) gehört zu den Laubmoosen und ist laut Rote Liste stark gefährdet. Es wächst an nährstoffarmen, sauren Rohbodenstandorten und ist empfindlich gegenüber Stickstoffeinträgen.

Dr. Steffen Caspari