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Wissenschaftlicher Name
Heterodoassansia morotiana (Zundel) Vánky
Organismengruppe
Phytoparasitische Kleinpilze
Rote-Liste-Kategorie
Ausgestorben oder verschollen
Verantwortlichkeit Deutschlands
Daten ungenügend, evtl. erhöhte Verantwortlichkeit zu vermuten
Aktuelle Bestandssituation
ausgestorben/verschollen
Letzter Nachweis
1927
Kategorieänderung gegenüber der vorherigen Roten Liste
Die Kategorieänderung ist nicht bewertbar, beispielsweise weil das Taxon in der alten Gesamtliste nicht enthalten oder nicht bewertet war (inkl. ⬧ → ⬧)
Kommentar zur Verantwortlichkeit
In Europa kommt der Brandpilz nur in Deutschland und Frankreich vor (Scholz & Scholz 1988). Weitere Nachweise, aber auf einer anderen Wirtsart, liegen aus Nordamerika vor (Vánky 2012). Wenn sich für die europäische Form eine taxonomische Eigenständigkeit bestätigen sollte, könnte es sich bei H. morotiana um eine Verantwortungsart handeln.
Weitere Kommentare
Der Pilz wurde in Deutschland bisher nur 1926 und 1927 bei Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) nachgewiesen (Scholz & Scholz 1988) und wird als indigen eingestuft.
Einbürgerungsstatus
Indigene oder Archäobiota
Quelle

Thiel, H.; Klenke, F.; Kruse, J.; Kummer, V. & Schmidt, M. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der phytoparasitischen Kleinpilze Deutschlands [Brandpilzverwandte (Exobasidiomycetes p.p., Ustilaginomycetes p.p.), Rostpilzverwandte (Kriegeriaceae p.p., Microbotryales, Pucciniales), Wurzelknöllchenpilze (Entorrhizaceae), Echte Mehltaupilze (Erysiphaceae), Falsche Mehltaue (Peronosporaceae p.p.) und Weißroste (Albuginaceae)]. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (5): 347 S.